Lieblingsbücher: „Geek Love“ von Katherine Dunne ruft ein lautes „Hi Freaks“
Heute gibt’s mal wieder ein Lieblingsbuch vom Host: „Geek Love“ heißt es im Original und stammt von der leider 2016 verstorbenen Autorin Katherine Dunne. In Deutschland erschien das Buch vor gut acht Jahren in der Übersetzung von Monika Schmalz im Berlin Verlag. Da hat es den etwas sperrigen Titel „Binewskis: Verfall einer radioaktiven Familie.“
Die Amerikanerin Katherine Dunne genießt zumindest im Englischsprachigen Raum bei vielen Menschen mit gutem Buchgeschmack Kultstatus. Im Roman „Geek Love“, der 1989 veröffentlicht wurde, geht es um die sehr besondere Familie Binewski. Daher auch der Titel der deutschen Ausgabe: „Binewskis: Verfall einer radioaktiven Familie.“ Obwohl das Wortspiel nur so ha ha-lustig ist, trifft es den Kern der Story ganz gut. Dunne erzählt aus dem Leben einer besonderen Schaustellerfamilie, die auf amerikanischen Jahrmärkten ihre eigene „Freak Show“ unterhält – bzw. sie zeugt.
Die Storyline von „Geek Love“ ist dabei zwar recht konventionell und im Kern ein schillerndes, böses Familiendrama – aber das Buch haut jede:n um, weil Katherine Dunne eine wahnsinnig gute Autorin ist. Der Humor ist bitterböse, die Beschreibungen dieser eigenen Welt und ihres freakigen Personals sind poetisch und hart zugleich – und das ganze Buch feiert einfach dermaßen schamlos und euphorisch das Anderssein, dass man bei einigen Parts sogar laut jubeln möchte.
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