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„Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah“ von Koreas Literatur-Star Cho Nam-Joo

Posted in: Das Buch zur Woche
Cho Nam-Joo ist nicht weniger als ein feministischer Literatur-Star. Ihr Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ aus dem Jahr 2016 wurde auf der ganzen Welt über zwei Millionen Mal verkauft. Er war in Südkorea nicht nur ein Bestseller, sondern auch Motor der dort ebenfalls längst überfälligen #MeToo-Bewegung. Nach einer Kurzgeschichten-Sammlung namens „Miss Kim weiß Bescheid“ hat Cho Nam-Joo nun wieder einen Roman draußen. Und man kann durchaus sagen: In „Wo ich wohne, ist der Mond ganz nah“ (KiWi Verlag) bleibt sie ihren Themen treu. Das Buch ist nicht nur eine feministische Geschichte, sondern auch ein Roman über Armut und Klasse. Und über den Druck einer Leistungsgesellschaft auf jene, denen der Alltag schon jegliche Kraft raubt, weil er ein einziges Rattenrennen ist.

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Im Kern der Geschichte steht die Ich-Erzählerin Mani – eine Frau Mitte 30, kinderlos, unverheiratet, noch immer bei den Eltern lebend. Ihr Vater und ihre Mutter haben nicht viel Geld, er führt seit Jahren alleine ein Geschäft, dass mal Kiosk, mal Trödelladen, mal Imbiss ist – und nie so richtig gut läuft. Ihre Mutter ist Hausfrau, und Mani muss mit dem Geld ihres Bürojobs einen Großteil der Familienversorgung stellen. Nach ihrer betriebsbedingten Kündigung wird die Lage noch komplizierter…

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