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Der Bulle nimmt ihn wieder mit, racial profiling shit – KünstlerInnen, die sich mit rassistischer Polizeigewalt auseinandersetzen

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OG Keemo – 216

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„Was weißt du von Polizeikontrollen wenn ein junger N. spät im Dunkeln unterwegs ist? Und allein dein Hautton ist Grund genug nicht lang rumzureden. Und der Bulle tut so, als wäre es unpersönlich, obwohl er der Großvater von zwei gesunden dunklen Babys ist und nur aufgrund des Fakts, dass sein Mädchen auf Dschungel-Penis steht, fast alles unternehmen wird, um uns das heimzuzahl’n und du dich fragst, ob du wirklich verweigerst, weil du weißt, dass du mit dem Gramm in der Tasche, eine von zwei Möglichkeiten hast: entweder küsst du die Motorhaube vom Streifenwagen, oder guckst, wie weit dich deine Beine tragen“.

Jorja Smith – Blue Lights

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„Don’t you run when you hear the sirens coming/ when you hear the sirens coming. You better not run ‚cause the sirens not coming for you. What have you done?“– heißt es zu Beginn der 2016 erschienenen Single „Blue Lights“. ‚Wovor Angst haben und wovor weglaufen, wenn man sich doch gar nichts hat zu Schulden kommen lassen?‘ – lässt Jorja in Textzeilen wie „What have you done?“ mitschwingen. Aus anfänglicher Überzeugung und der Allgegenwärtigkeit der eigenen Unschuld wird im Laufe des Songs blanke Angst. Einleitende Zeilen werden ins Gegenteil übersetzt und anstatt „Don’t you run“ neigt sich der Song mit folgenden Worten dem Ende zu: „You better run when you hear the sirens coming/ when you hear the sirens coming. Better run when you hear the sirens coming/ cause they will be coming for you“ – drei Zeilen, die gewaltsame, oft tödlich endende, rassistische Willkür der Polizei zusammenfassen.

Ansu – Bomberjacken

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Das auf Stereotypen und ausschließlich äußeren Merkmalen basierende Vorgehen der Polizei und Sicherheitsbeamten in Gänze, ist allgemein unter dem Begriff racial profiling bekannt. Was sich, eingegeben bei Google, aber liest wie ein seltenes Phänomen, ist seit unzähligen Jahren überall auf der Welt Lebensrealität für schwarze Menschen. Auch der Hamburger Rapper Ansu erzählt in seinen Texten aus genau dieser Realität: „Schon wieder Kontrolle durch die Polizei/ Na klar, hab ich nichts dabei. Verhalte mich nicht einmal ein bisschen verdächtig/ Egal, die Hautfarbe reicht“// „Der Bulle nimmt ihn wieder mit/ Racial Profiling shit. White country, black men/ Steche raus, bin ein schwarzer Mann“.

Ray Blk – Run Run

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Auch wenn sich Ray Blk im Song „Run Run“ maßgeblich mit Londons Kriminialität auseinandersetzt und vor allem jener Abend Verarbeitung findet, an dem sie erstmals eine Waffe zu Gesicht bekam, lässt sich ebenso strukturelle Gewalt, ausgeführt durch Polizei-Beamte in einigen Zeilen deutlich herauslesen: „What you gonna do? What you gonna say? Where you gonna hide when you see those flashing lights? Where you gonna run? Where you gonna turn? When they catch you slipping by surprise?“

Juju Rogers – Officer

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„I’m just tryna have a good night, celebrate the good-life but shit, that ain’t what it looks like. Cause here is Officer waiting on the corner, pulling over everyone that looks just like a „foreigner“– auch Juju Rogers thematisiert in seinen Texten gewaltsame, polizeiliche Willkür, die über die Tatsache der bloßen Ungerechtigkeit hinaus, längst keine Überraschung mehr für schwarze Menschen darstellt. In den letzten Sekunden des Songs heißt es daher: „They were shocked but we were not. These are the problems we have got, it needs to stop!“

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