Sam Akpro sprengt mit Debütalbum „Evenfall“ Genregrenzen
Dass Skateboarding Kultur hervorbringt, Kunstformen verbindet und Genregrenzen sprengt, ist ein offenes Geheimnis. Man denke an die Beastie Boys oder auch Odd Future, deren Mitglieder wir heute als Weltstars feiern. So ist es also nicht verwunderlich, dass auch Sam Akpro auf Kugellagern aufgewachsen ist. Vergangenen Freitag veröffentlichte der Londoner Künstler sein lang erwartetes Debütalbum „Evenfall“.
Gut Ding will Weile haben
Knapp eineinhalb Jahre mussten sich Fans gedulden, seit die erste Album-Single „Death By Entertainment“ samt Musikvideo das Licht der Welt erblickte. Darin rechnet Akpro mit jener UK-Unterhaltungsindustrie ab, die ihn 2024 – nach gerade mal einer Handvoll Songs – schon zu den 7 Names You Need to Know This Summer zählte. Auch inhaltlich passen Sams Songs also perfekt zum postpunkigen Sound.
Und während man eine Genreschublade schließt, knallen irgendwo zwei neue auf. Schon auf den insgesamt fünf Album-Singles jonglierte der Brite zwischen Rock, Dub, Jazz und Trip-Hop. Von eindringlichen Refrains auf „Chicago Town“ bis zum garage-futuristischen „Tunnel Vision“ zeigt Sam Akpro eindrucksvoll, dass Musik keine Einordnung braucht.
South London calling
Und trotzdem wird man das Gefühl nicht los, ein Konzeptalbum zu erhaschen – einen Soundtrack von Peckham, Sams Heimatbezirk in London, der sich vor allem in Kombination mit der Bildsprache voll entfaltet. Akpro beschreibt den Entstehungsprozess als Suche nach dem besonderen Gefühl, das er beim Schreiben des Songs „I Can’t See the Sun“ erlebte – jenem Song, der nun auch das Album eröffnet.
Nach „TELL THEM IT’S SUNNY“ von Greentea Peng erscheint mit Sam Akpros „Evenfall“ bereits das zweite genrebrechende Album aus dem Süden Londons in kürzester Zeit. Ein Feature der beiden? Darauf hätten wir auf jeden Fall große Lust!
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