Videopremiere: Search Yiu stellt sich in „God Complex“ einem inneren Dialog
Im Frühjahr 2016 treffen wir Sören Hochberg aka Search Yiu beim Dreh für unser Videoportrait in seiner Wohngemeinschaft in Berlin-Schöneberg. In einem dunklen Sechzigerjahre-Wohnhaus lebt er zusammen mit Drangsal und Produzent Kalk Raus – aber auch Musik entsteht hier in Form von hochwertigen Schlafzimmer-Produktionen.
Inspiriert von Sound und Ästhetik der frühen Zweitausender-Jahre hat der Musiker in dieser Zeit sein Mixtape „Ride On“ veröffentlicht und darauf RnB, Pop und Singer/Songwriter-Elemente zu einem futuristischen Sound verschmelzen lassen. Schnell fällt dabei auf: Die Songs von Search Yiu sehnen sich nach einer großen und vor allem internationalen Bühne. Ausgereifte und vertrackte Samples schmiegen sich in Stücken wie „MTVboy“, „Combat“ oder „Angel“ an warme Synthflächen, tief-emotionale und vor allem einprägsame Melodien. Seht hier die exklusive Videopremiere von „God Complex“: Veränderungen gibt es seit dem Release von Search Yius Debüts einige: Die alte Wohngemeinschaft existiert nicht mehr, dennoch hat Sören Hochberg in den vergangenen Monaten mit Kalk Raus sein kommendes Album „Day One“ aufgenommen. Seinen Sound hat er dabei noch einmal weiterentwickelt und auch neue Produzenten hinzugewonnen: Blvthund Silkersoft, die beide an der Produktion des aktuellen Casper-Albums „Lang lebe der Tod“ beteiligt waren, steuerten ebenso wie Nvie Motho oder Konrad Betcher einige Beats bei. Den ersten Einblick in sein Album gewährt Search Yiu jetzt mit dem Video zu seinem Song „God Complex“. Kein einfacher Song, wie Hochberg erklärt: „In dem Song geht es vor allem um starke Selbstzweifel, für die man vergeblich eine Erklärung sucht und aus einer Trotzhaltung heraus den Grund in absolutem Unverständnis seitens des Umfeldes sieht. Man fängt an irrational zu denken und die ständigen Gefühlsschwankungen sind hier quasi als innerer Dialog zu sehen. Dabei soll aber vor allem die Ironie des Ganzen deutlich werden, da der Selbstzweifel regiert und den Verstand raubt. Auch wenn die Thematik düster ist, so war es mir wichtig, dass er eingängig und heftig klingt.“
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