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Kollaboration als Konzept – SebastiAn präsentiert sein feature-beladenes Album „Thirst“

Posted in: FeaturesNews

Frankreich war schon immer exportstark, wenn es um international erfolgreiche Elektro-Künstler geht. Ob Ikonen wie Daft Punk und Justice oder im absoluten Pop-Bereich sogar David Guetta – irgendetwas sorgt dafür, dass die Franzosen besonders gut mit Synthesizer und co. umgehen können. So auch SebastiAn. In einen Topf mit David Guetta wollen wir den Produzenten aus Paris sicher nicht werfen, mit Justice besteht aber tatsächlich eine unbestreitbare Sound-Verwandtschaft und für das Daft Punk-Duo hat SebastiAn sogar bereits geremixed. Schon 2006 veröffentlichte er mit „Ross Ross Ross“ seine Debüt-EP, das erste und bislang einzige Album „Total“ erschien dann 2011 und präsentierte einen roten Faden aus wuchtigen Elektro-Beats und melodischen Disco-Einflüssen. Seitdem war SebastiAn keineswegs untätig – er brachte mit seinen berühmt-berüchtigten Livesets so manche Crowd zum kochen und wurde von vielen anderen Künstlern zur Mitarbeit angeheuert. Laut eigener Aussage war vor allem die Arbeit an den jeweiligen Projekten von Frank Ocean und Charlotte Gainsbourg entscheidend für SebastiAn und weckte in ihm den Reiz, sich selbst an Kollaborationen zu versuchen. Davon zeugt sein zweites Album „Thirst“. Das startet mit einem titelgebenden Knall. Der Opener „Thirst“ empfängt uns mit verzerrt aufheulenden Hörnern und einer gesampelten Stimme – ein Sound, der nicht so weit von SebastiAns üblichem Schaffen entfernt scheint, mit seinem abstrakt-flächigen Mittelteil und dem Glitch-Bass zum Schluss aber doch einiges an frischem Wind bringt.

SebastiAn – Thirst

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„Thirst“ ist einer der wenigen Solo-Tracks auf dem gleichnamigen Album, denn SebastiAn hat konsequent die Kollaboration mit anderen Künstlern zum Konzept gemacht. Ob die US-Rocker Sparks, die SebastiAn in groovy French House einkleidet, das abstrakt-überdrehte „Yebbo“ mit Kanye West-Kollaborateur Allan Kingdom oder die langsame Nummer mit R‘n‘b-Geheimtipp Gallant – SebastiAn tobt sich mit seinen Feature-Gästen gänzlich aus, aber verliert nie seinen Elektro-Sound aus den Augen.

SebastiAn – Run For Me

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Bewegte sich SebastiAn bisher in den riesigen Fußstapfen der French House-Giganten Daft Punk und Justice, sagt er sich spätestens mit „Thirst“ endgültig los und macht sich auf, eigene Gefilde zu erforschen. Letztendlich sollten wir wohl Frank Ocean und Charlotte Gainsbourg danken – schließlich sind sie es, die SebastiAn auf die zündende Idee für sein zweites Album gebracht haben: Kollaboration als Konzept.

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