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Selbstreflektion und Pop-Perfektion: Lola Youngs „d£aler“

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Tagged: Lola Young

Dass Lola Youngs Musik unverblümt ehrlich einschlägt, ist kein Geheimnis. Ihr Mega-Hit „Messy“ ist dafür ein sehr bekanntes Beispiel. Mit ihrem zweiten Album „I’m Only F**king Myself“, das im September erscheint, wird Lola Young in diese erfrischende Ehrlichkeit tiefer denn je eintauchen. Das verspricht zumindest ihr Ankündigungspost: „My ode to self sabotage, my chance to claw myself back from the edge of defeat“. Die Vorgänger-Singles „One Thing“ und „Not Like That Anymore“ haben das schon ziemlich deutlich gemacht.

„d£aler“, den die Sängerin aus London als „selbsterklärend“ bezeichnete, gibt dieser selbstreflektierenden Reise Youngs jetzt eine sehr persönliche Note. Der Song befasst sich mit Youngs Drogenkonsum als Versuch, zu vergangenen, schmerzlichen Erfahrungen Abstand zu gewinnen: „I spent all day tryna be sober / I drowned in my misery / Crawled up on the sofa / And I still love him / The way I did when I was nineteen / But it’s not easy to let him know /I spent all day wishin‘ the day was over“.

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Lola Young: Ehrliche Erzählkunst trifft auf Soft-Rock-Gitarre

Den introspektiven Lyrics steht der fröhliche Upbeat-Pop-Sound gegenüber, der dem Song eine Komplexität verschafft, während er gleichzeitig in sich simpel bleibt. Der Synthesizer trifft auf einen leichten Schlagzeugbeat, während eine Soft-Rock-Gitarrenmelodie die rauchige Neo-Soul-Stimme von Lola Young einbettet. Bei all der Ernsthaftigkeit des für die Musikerin belastenden Themas, schafft sie es dennoch, einen ansteckenden Schwung und Optimismus zu übertragen, sodass man sowohl grinsend als auch nachdenklich zurückgelassen wird.

In seinem Apple-Music-Podcast „Rocket Hour“ sagte Elton John über das Lied, es sei „the biggest smash I’ve heard in years“. Lola Young war von dem Kompliment der Musiklegende sichtlich berührt. Selbstverständlich hat Elton John Recht: „d£aler“ besticht durch seine schlichte Pop-Melodie und der Ehrlichkeit in Youngs Abrechnung mit sich selbst. Dabei behält sich der Track die Fröhlichkeit eines 80er-Jahre-Songs, wie etwa der bei „You Make My Dreams (Come True)“ von Daryl Hall & John Oates.

Der Song hebt sich sehr von Lola Youngs bisherigen Veröffentlichungen ab. Wenn diese Releasereihe von Selbstsabotage-Pop-Bangern so weiter geht, kann man sich ja nur auf das weitere Album freuen.

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