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Serious Klein veröffentlicht mit „Ludus“ eine EP zum nächsten Album

Posted in: Features
Tagged: Serious Klein

Schon seit über einem Jahr teaste Serious Klein neue Projekte an. Die Rede war dabei immer wieder von einer EP, die als Vorbote des nächsten Albums interpretiert werden könne. Besonders auf Twitter betonte der Rapper immer wieder, dass man die Augen und Ohren nach seiner „Ludus“-EP offen halten und sich auf einiges gefasst machen solle. Nachdem es letztes Jahr bis auf „Everyday Thursday“ (einen Song, der in Zusammenarbeit mit den Drunken Masters entstand) dennoch keinen Output von ihm gab, machte „Seri“ im vergangenen Monat mit „Straight Outta Pandemic“ deutlich, dass er 2021 andere Seiten aufziehen wird. 

Serious Klein – Ludus EP

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Dementsprechend können sich Fans von Lil Capo, wie sich der Bochumer auch gerne nennt, über das beinahe unverhoffte Release der „Ludus“-EP freuen. Schon das Intro „All Factual“ stellt klar, dass sich das Warten gelohnt hat, denn „Seri“ flext in dem Song mit seinem wohltrainierten Rapper-Muskeln und das ohne Rücksicht auf Verluste: „Your A&R just hit my line / ‚Cause I bodied you n*gga / Lost 233 at wintertime / Ghost on labadi on you n*ggas / I still murder your favorite rapper / Irv Gotti you n*ggas“, heißt es im zweiten Part, in dem Serious Klein durch die Erwähnung der Vorwahl +233 und Labadi-Beach Bezüge zu seinen ghanaischen Wurzeln herstellt. Nebenbei verwendet er ganz geschickt die New Yorker Hiphop-Legende Irv Gotti und sein Label „Murder, Inc.“ als Punchline, ohne das Label überhaupt zu erwähnen. 

Serious Klein – Down

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Doch „Ludus“ ist vielseitig. Schon die nächste Anspielstation „Fix Your Heart“ schlägt wesentlich reflektierendere und ruhigere Töne an und zeigt textlich, wie sehr Serious Klein bei sich zu sein scheint. Mit „Down“ veröffentlichte der Rapper übrigens schon vorab ein wundervolles, ästhetisch wertvolles Musikvideo. Besonders erwähnenswert finden wir aber zu guter Letzt das Outro „Birth of Butterflies“, welches sich mit tiefer Liebe und Partnerschaft auseinandersetzt und durch die Schmetterlingsmetaphorik ein reizendes Bild im Kopf hinterlässt. Fans alter Coming-of-Age Hood-Streifen sollten bei diesem Song nochmal genauer hinhören, denn „Seri“ erwähnt Jodie und Yvette, zwei Namen die man aus dem Film „Baby Boy“ kennen könnte. Gespielt von den heutigen Filmstars Tyrese Gibson und Taraji P. Henson, bezieht sich der Rapper auf eine bekannte Streit-Szene, in der Jody von Yvette wegen eines Untreue-Verdachts zur Rede gestellt wird. 

Die Szene aus „Baby Boy“

https://youtu.be/qJdtTNY4U4w?t=255

Fazit: Serious Klein ist endgültig zurück und scheint nicht ein Stückweit eingerostet zu sein, was seine Kunst angeht. Wir freuen uns auf den Nachfolger von „You Should’ve Known“, dem Debütalbum aus 2018, können aber noch ein gutes Weilchen darauf warten, weil uns „Ludus“ erstmal genug zum Zehren und Erkunden gibt. Schließlich lädt uns die Musik von Serious Klein nach wie vor dazu ein, zwischen den Zeilen nach weiteren Referenzen und Bedeutungen zu suchen und sich klanglich komplett in seinen diversen Produktionen zu verlieren. 

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