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Sukie: Archäologie-Studentin, Barfrau und Vollblut-Musikerin

Was haben Ethnologie und klassische Archäologie mit elektronischer Popmusik gemeinsam? Beiden Kulturbereichen geht die 22-jährige Sukie leidenschaftlich nach, sodass ihr Herz sowohl für vergangene Zeitalter, aber auch für einen zielgerichteten Blick in die Zukunft schlägt. Während die Hamburgerin in ihrem Teilzeit-Studium den materiellen Zeugnissen der antiken, griechischen und römischen Kulturen auf den Grund geht, ist sie nebenbei als Barfrau und Vollblut-Musikerin tätig. Das multikulturelle und kreative Umfeld Hamburgs, in dem Sukie aufwächst, bringt sie schon früh mit verschiedensten Musikstilen und Kunstformen in Berührung, welche die im Hamburger Stadtviertel Pöseldorf geborene Newcomerin dazu inspirieren, sich selbst dem Musizieren und Texten zuzuwenden.

Sukie – Action / Reaction

Erst vor knapp drei Jahren, als Sukie von einem schweren und schmerzlichen Schicksal heimgesucht wird, ist der Zeitpunkt angelangt, an dem ihr deutlich wird: Das Leben zu kurz und zu unberechenbar, um nicht dem nachzugehen, was das Herz höherschlagen lässt und so findet sie endlich einen persönlichen Zugang zur Musik, die sie ohnehin schon ihr ganzes Leben lang magisch anzog. Doch statt sich auf Genregrenzen zu fixieren oder in eine Schublade zu zwängen, legt Sukie keinen Wert darauf, eine bestimmte Musikrichtung zu bedienen. Für die Hamburgerin zeichnet sich gute Musik darin aus, dass sie Emotionen übertragen kann und Menschen an Punkten berührt, die sonst im Verborgenen liegen. Angepasst an ihre Vorstellungen verarbeitet die 22-Jährige fortan in ihren elektronischen Pop-Songs ihre eigenen Erfahrungen mit Liebe, Verlust, Traumata und Sehnsucht.

Sukie – Sober

Ein Track, der stellvertretend für Sukies Schaffen steht und als Fokussingle ihrer Debüt-EP „Love and Impatience“ für viel Aufmerksamkeit sorgte, ist „Sober“. Der pumpende, technoide Beat, über den sich im Verlauf des etwa dreineinhalb minütigen Songs düstere Synthies und polyphone Backing-Vocals legen, erzeugt phasenweise eine ausgelassen tanzbare Stimmung, die jedoch durch unregelmäßige Aussetzer des Beats unterbrochen wird. Stimmungstechnisch nähert sich Sukie dabei der US-amerikanischen „Bad Guy“-Interpretin Billie Eilish an und trifft damit den Zahn der Zeit. „Wer schon mal aufgewacht ist, um zu merken, dass man letzte Nacht im Rausch ein bis fünf Nachrichten an jemanden gesendet hat, die nicht unbedingt hätten abgeschickt werden müssen, findet sich bei „Sober“ sicher wieder. Ungefähr vier Tage nach einer Trennung (…) war der Text innerhalb von 10 Minuten fertig. (…) Die Zeit war sehr unschön, aber im Endeffekt hat sie mir einen meiner bisherigen Lieblingssongs gebracht – also: Bring on the heartache!“, erzählt Sukie über die Entstehung des Tracks. Wir sind uns sicher, dass in der Hamburgerin noch viele Geschichten schlummern, die nur darauf warten, in Kombination mit melancholisch-elektronischen Beats an die Oberfläche zu gelangen, um die deutsche Popmusikwelt zu erobern. Bis es so weit ist, bietet Sukies aktuelle EP genügend Stoff, um die Zeit bis zu ihrer Popmusik-Weltherrschaft zu überbrücken.

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