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Das französische Duo The Blaze rekrutiert Rapper Octavian für den neuen Song „Somewhere“

Posted in: FeaturesNews

Eigentlich hat Frankreich in Form von Daft Punk und Justice ja schon zwei Power-Duos, die über die Landesgrenzen hinweg ihren Stempel in der Musik-Welt hinterlassen haben. Aber das scheint nicht genug zu sein, denn seit 2017 sorgt mit The Blaze ein weiteres französisches Duo für Aufruhr im Feld der elektronischen Musik. Die beiden Cousins Guillaume und Jonathan Alric versuchen sich weder am klassischen French House von Daft Punk noch an der dramatisch-wuchtigen Spielweise von Justice, sondern erforschen in der Debut-EP ein ganz anderes „Territory“. Zwischen Deep House und Electronica siedelt sich der Sound an, erinnert an Acts wie Christian Löffler oder Dominic Eulberg, ergänzt um klagenden Gesang, mit Verzerrung und hörbarem Akzent. Musik ist nicht ihr einziges Metier, das machen die beiden Cousins von Anfang an klar: Mit „Virile“ und dem Titeltrack „Territory“ erscheinen auch zwei bildgewaltige Videos, die Jonathan und Guillaume selbst drehen. Mit aufwändigen One-Shot-Passagen, großen Emotionen und einer Dramaturgie, die wie maßgeschneidert zum Auf und Ab der Musik passt, erzeugen The Blaze ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk.

The Blaze – Territory

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Das zieht sich auch durch das Debut-Album „Dance Hall“, das 2018 erschien und natürlich musikalisch wenig mit dem beliebten Club-Genre aus Jamaika zu tun hat. Stattdessen haben The Blaze inzwischen noch mehr zu einem eigenen Sound gefunden, der an die Produktionen von Jamie xx erinnert und sich konsequent durch das Album zieht: Warme, hoffnungsvolle Piano-Klänge, House-Beats, die so federnd wie auch gedämpft klingen und unterschwellige Dub-Bässe. Die beschränkte Sound-Palette sorgt für einen klaren roten Faden, erweckt aber auch manchmal einen Eindruck von Repetition. Trotzdem scheinen The Blaze vorerst bei diesem Blueprint zu bleiben, denn auch die neue Single „Somewhere“ fügt sich geschmeidig in den bisherigen Pop-House ein. Eine Neuerung gibt es allerdings: Bisher übernahmen die beiden Cousins den Gesang immer selbst, bepackten ihren französischen Akzent mit Effekten und Filtern und erzeugten damit einen melancholischen, klagenden Klang. Für „Somewhere“ rekrutieren das Duo zum allerersten Mal einen Feature-Gast: Die Stimme des britischen Musikers Octavian hallt irgendwo zwischen Gesang und Rap über das breite Bett aus Bass-Flächen, das sich immer mehr öffnet. Ein fremder Vokalist ist ein erfrischendes Novum für The Blaze und passt perfekt in den groß angelegten Sound – fehlt nur noch ein entsprechendes Video.

The Blaze feat. Octavian – Somewhere

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