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The Future is Female: 6 DJs die ihr kennen müsst

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Männerdomäne Deejaying? Nein aber leider doch irgendwie ja. Frauen werden faktisch weniger gebucht als Männer und finden sich in den Line Ups der großen Festivals leider viel zu selten. Dieser „Männerüberschuss“ macht sich auch in anderen Punkten bemerkbar. Schaut man sich etwa die Top 100 des renommierten DJ Mag an, welches jedes Jahr eine Liste mit den 100 populärsten DJs veröffentlicht, fällt auch wieder auf: Frauen sind „Mangelware“. Unter den 100 gewählten Acts finden sich nur sechs Frauen, das sind gerade mal sechs Prozent. Die ersten Vertreterinnen finden sich mit Nervo auch erst auf Platz 27. Ob die Liste jetzt ein Indikator für die besten DJs ist, sei einmal dahin gestellt, aber sie zeigt, Frauen finden in der DJ-Realität kaum statt. Sind Frauen jetzt die schlechteren DJs? Ganz klar: Nein! Vielmehr liegt es daran, dass der Status Quo in der deutschen und internationalen Club-Landschaft von Männern dominiert ist und weibliche Vertreterinnen nur vereinzelt die Chance haben, ihre Skills zu präsentieren. In Zeiten von Juicy M, welcher man nicht ihre Deejaying-Skills absprechen will, ist ihr Aussehen aber wahrscheinlich einer der Gründe für ihren riesen Erfolg. Diese Reduktion auf das Äußere unterstreicht die oben angesprochene Problematik noch mehr. Tereza machte vor kurzem sogar ihren „Unmut“ via Instagram publik und schrieb: „Wie ist es, sich in einer Männerdomäne behaupten zu können?“ Die meist gehasste Interviewfrage für mich seit ich ernsthaft auflege. Ich wollte nie, dass das ein Thema bei mir ist. Hab das immer abgewiegelt. Wollte nie wegen meines Geschlechts gebucht werden.“Es ist also höchste Zeit sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und einen DJ nach seinen Skills (ob technisch oder Musik-Auswahl) und nicht nach seinem Geschlecht oder Aussehen zu beurteilen. Weibliche DJs wie Nina Kraviz, Peggy Gou, Sol Ortega oder Charlotte de Witte haben den Sprung ins Haifischbecken gewagt und dominieren mit ihrem reduzierten elektronischen Sounds die Boiler Rooms der Welt. Wir stellen euch deshalb sechs „deutsche“ mehr oder wenigerer bekannte weibliche DJ-Acts vor, welche euch mit anderen Sound-Entwürfen zum Tanzen bringen werden. Manche von ihnen sind etablierter und manche von den sechsen noch ganz am Anfang, aber alle vereint die Liebe zur Musik um zum Deejaying. Let’s go!

Tereza

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Tereza wuchs in Chemnitz auf und besuchte dann wie der Zufall es so wollte eine Party, auf welcher die DJ-Legende Shusta auflegte. Tereza war sofort angefixt und bekam durch einen Freund einen Platz in einem DJ-Workshop. Zuerst beginnt sie hauptsächlich mit House-Platten aufzulegen, da die langen Übergänge das Beat-Matchen nachvollziehbarer machten. Heute gehört sie zu den Sternen am nationalen DJ-Himmel und verzaubert mit einem Mix aus elektronischen und souligen Elementen die Dancefloors in ganz Europa. Tereza spielte als eine der ersten „HipHop-DJs“ im Berghain, als Support für den UK-Grime-Star Skepta. Bis vor kurzem war sie Gastgeberin der Party-Reihe „WATERS“, mit welcher sich die Chemnitzerin ein eigenes wohliges Klang-Wohnzimmer schuf und andere DJs unterstützte. Nun startet sie mit „Blue Space“ eine neue Reihe und wird euch damit wieder verzaubern.

Josi Miller

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Einigen wird Josi wahrscheinlich als Live-DJ von Trettmann oder Frauenarzt bekannt sein, anderen als Teil des „Deine Homegirls“-Podcast mit Helen Fares. Doch Josi hat viel mehr zu bieten. Die in Leipzig aufgewachsene Künstlerin findet früh den Weg zur Musik und irgendwann auch zum HipHop. Ihre Sets würzt Josi mit allem was ihr in die Quere kommt, hier mit Genre-Begriffen zu jonglieren wäre zu einfach, denn Josi kennt keine Genre-Grenzen. So findet DJ Koze neben Yung Hurn statt, Trettmann trifft auf Jorja Smith und Mura Masa führt zu Drake. Aber eines lässt sich ohne Bedenken sagen: bei Josis Sets bleibt keiner still stehen.

Salwa Benz

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Salwa macht nicht nur mit politischen Statements oder Interviews (gerne auch bei DIFFUS) immer mehr auf sich aufmerksam, sondern macht sich als DJ auch immer mehr einen Namen. Salwa verschmelzt in ihren Sets urbane HipHop-Einflüsse wie UFO361, Skepta oder Haiyti mit basslastigen Future-Beats im Flume-Style oder Mura Masa-Bangern. Wie sich es für einen realen HipHop-Head gehört, diggt Salwa stilecht auf SoundCloud und ist immer auf der Suche nach neuen Songs für ihre Sets. Dieses Jahr wird sie beispielsweise auf dem Spektrum in Hamburg spielen.

Lari Luke

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Lari Luke ist wohl das bekannteste Gesicht in dieser Liste. Wer jetzt Angst hat das bei der 1Live-Moderatorin und dem Neo Magazin Royale-Gesicht, der „Paris Hilton DJ-Effekt“ greift, dem sei gesagt: Lari hat es drauf und weiß was sie macht. Das ist wahrscheinlich noch pures Understatement, denn ihre ausverkauften Shows enden meist in völliger Ekstase und einer Fan-Liebe next Level. Lari macht ihren basslastigen Sets so manchen Boden gleich und bringt die Crowds in den Club des Landes zum Schwitzen. In ihren Sets treffen harte Bass-, Electro- und Trap-Elemente auf den ein oder anderen Pop-Song und enden in ihrem „Let it go-Signature-Move“.

Hoe__mies

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Die Hoe__Mies, das sind Gizem aka. Meg10 und Lucia aka. Lucia Lu. Die beiden Freundinnen gründeten zusammen das Kollektiv und gaben damit nicht nur sich eine kreative Bühne, sondern auch befreundeten DJs. In ihren Sets vereinen Gizem und Lucia verschiedenste internationale Einflüsse. Von deutschsprachigen SXTN Songs über amerikanische Einflüsse wie Princess Nokia bis hin zu französischen oder niederländischen Songs, vereinen die beiden alles in ihren Sets.

Cash Miri

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Wohl die unerfahrenste in dieser Reihe aber das spielt keine Rolle, denn Miri überzeugt mit einem Mix aus Rap, R&B, Baile Funk, Jersey Club und Dancehall. Diesen Mix bezeichnet sie selber liebevoll „Ambient Twerk“. Die Chefredakteurin des splash! Mag lässt in ihren Sets etwa Skepta auf Cardi B treffen oder überrascht mit Remixen von Klassikern von Daft Punk oder Ne-Yo. Vor kurzem spielte Miri Support für Blvth und wird in kommenden Monaten einige Gigs spielen. Nicht nur gut am Stift und Mic, sondern auch hinter den Turn Tables „macht sie Rap wieder weich“.

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