The New Wave: Drei junge Rapper von denen wir in der Zukunft einiges hören werden
Status quo Deutschrap: Wöchentlich werden gefühlt neue Rekorde gebrochen, Chart-Erfolge gefeiert und der nächste Newcomer schießt aus dem nichts in millionengeklickte Top-Positionen auf den gängigen Streaming-Plattformen. Auf der einen Seite mag das für die Künstler schön sein, auf der anderen Seite kommt es gerade zu einer Reproduktion bekannter Erfolgsmuster. Es scheint so, als gebe es die Formel für den nächsten Deutschrap-„Meilenstein“: Reduzierter Text, eingängige Melodie, welche gerne mal aus dem französischen oder amerikanischen Raum fast eins zu eins übernommen wird. Dazu dann ein krönendes belangloses Musikvideo, damit auch auf YouTube alle Rekorde gebrochen werden können. Jeder hat jetzt wohl Künstler im Kopf. Diesen mag auch nicht deren Talent oder Musikalität abgesprochen werden, doch klingen diese leider häufig viel zu gleich. Deshalb stellen wir euch drei Künstler vor, die mit anderen Sounds in Zukunft ganz groß werden könnten.
Edo Saiya – Meilen
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Edo Saiya könnte schon bald ins große Spotlight treten. Sein eigener, „verspulter“ Sound trifft in eine musikalische Kerbe, die in Deutschland noch zu wenig Anerkennung erhält. Im DIY-Style veröffentlichte, der aus dem Ruhrpott stammende Rapper, gleich vier Projekte im letzten Jahr. Mit „Somnia“ trat er auf die musikalische Landkarte, auf „Azur“ verdeutlichte er sein unfassbares musikalisches Talent und lieferte zusammen mit Felikz das Kollabo Projekt „Flight of Fancy“. Ende Dezember veröffentlichte er „Broken Displays Broken Promises“ und setzte damit seinen musikalischen Grind fort. Mit „The cold hit hard“ manifestierte der junge Rapper anfang 2019 sein musikalisches Talent. In seinen Tracks reflektiert Edo seinen Lifestyle zwischen durchgemachten Nächten, Drogenkonsum und der ehrlichen Reflexion der eigenen Persönlichkeit. Den „New School“-Style voller treibender Drums oder 808-Bässe vermischt er mit Genregrenzen sprengenden Elementen aus Rock, Indie und Alternative. Von Edo Saiya werden in Zukunft wohl noch einiges hören.
Badchieff feat. Cro – GVNG$IGNZ
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Bisher kein offizielles Release aber trotzdem fire! Badchieff wird den meisten wohl als Cro’s Schützling bekannt sein. Doch hinter dem erst 19-jährigen Künstler steckt mehr. Als Dj machte sich Badchieff schnell einen Namen und legte schon in den angesagtesten Clubs in Deutschland, New York, Paris oder Dubai auf. Doch neben dem Auflegen ist der in München groß gewordene Künstler auch als Rapper unterwegs. Mit Homie Hobbes gab es in den vergangenen beiden Jahren mehrere Releases. Erste größere Aufmerksamkeit erhielt Badchieff als Cro ihn unter seine Fittiche nahm und sie gemeinsam an Musik arbeiteten. Zusammen produzierten sie sich durch durchgemachte Nächte in den Stuttgarter Hügeln. Im Sommer luden die beiden kreativen Köpfe über Nacht den gemeinsamen Song „GVNG$IGNZ“ auf SoundCloud hoch. Nicht mehr als eine Stunde war er online. Zum Glück vergisst das Internet nie und so ist der Track noch zu finden. Badchieff manifestierte mit dem Track sein Talent und bewies ein Gespür melodische Flow Pattern und eine gewaltige Ladung Turn-Up. Wenn man jetzt noch die Info hat, dass der Track an einem Nachmittag entstanden ist, zementiert das sein Talent noch mehr. Das schien wohl auch der Grund für Cro zu sein, den jungen Musiker bei seinem neu gegründeten Label „truworks“ unter Vertrag zu nehmen. Am kommenden Freitag erscheint mit „Fast Forward“ sein erstes offizielles Release – wir können gespannt sein!
Kynda Gray – Cigarretes
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Aufgewachsen in einer norddeutschen Kleinstadt, fing Kynda früh an zu rappen und selbst zu produzieren. Damals noch im Dunstkreis von Sierra Kidds „Team Fuck Sleep“, beginnt er auf SoundCloud seine ersten eigenen Songs zu veröffentlichen. 2017 veröffentlicht er dann mit „Backyard Story“ und „Sundays“ gleich zwei komplette Alben. Sein atmosphärischer Sound der sich irgendwo zwischen Frank Ocean und dem frühen James Blake befindet, paart er mit zeitgenössischen Drums und Flows. Dieses vollendet er mit einem besonderen Gefühl für progressive Melodien. Seit kurzem ist der junge Rapper bei Rin’s Label „Divison“ gesignt. Beste Voraussetzung für den nächsten Schritt Richtung next Level.
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