The Planetoids fliegen durch den Indie-Disco-Himmel wie ein „Golden Eagle“
Frei zu sein, wie ein Adler, der durch den Himmel gleitet und den dabei nichts und niemand aufhalten kann – so lässt sich auch oft das Gefühl beschreiben, wenn eine Beziehung zu Ende geht, die sich bereits lange Zeit emotional schwer angefühlt hat. Doch die vermeintliche Freiheit trotzt oft der Realität, die einen eher als fragiles Küken zurücklässt, anstatt als starken Greifvogel. Dieses Szenario verpacken The Planetoids in „Golden Eagle“, der zweiten Singleveröffentlichung zu ihrem kommenden Album „The Aerodynamics of a Cow“.
Auf Disco-Sounds in die Freiheit
Auf einer Indie-Disco-Melodie breiten The Planetoids ihre Flügel aus und fliegen von einem einengenden Zwang los in die überfordernde Freiheit: „I did the emotional work for Half a dozen of people / I should start a union / Circling the sky / Like a golden eagle“. Es geht um eine Beziehung, deren Ende schon lange klar ist, welches jedoch immer wieder hinausgezögert wird. Poppige Strophen unterstützen diese Leichtigkeit, die der Song zu verstreuen versucht. Dazu bringt das mit Ironie aufgeladene Video den Blick weiter zu einer unausgeglichenen Balance zwischen Erwartung und Realität – wo die Unbeschwertheit zu liegen scheint, sind am Ende oft doch graue Wolken.
Ihren Sound fand das Trio aus Hannover schon 2014, als ihre ersten Songs erschienen. Seitdem haben sie ihre ganz eigene Mischung aus Indie- und Synth-Pop entwickelt und im Laufe der Jahre diverse Singles und EPs veröffentlicht. Auch im Song „Bolivia“, der sich als erste Singleauskopplung des kommenden Albums bezeichnen darf, spielen The Planetoids mit der Realität, die mit einem gegossenen Zuckermantel oft süßer scheint, als sie schmeckt. Bis „The Aerodynamics of a Cow“ am 25. November erscheint, ist noch abzuwarten, wo die Freiheit als goldener Adler weiter hinführt.
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