Ein Feature aus euren Träumen: Till Lindemann und Haftbefehl hassen „Mathematik“
Seit Wochen geistern immer wieder Meldungen durchs Netz, die ein neues Album von Rammstein ankündigen. Das noch unbetitelte siebte Studioalbum der Band wird laut Gitarrist Richard Kruspe im April 2019 erscheinen, wie dieser in einem Interview in Los Angeles bestätigte. Das scheint aber kein Grund für Frontmann Till Lindemann zu sein, nicht auch an seinem Solo-Material weiterzuarbeiten. Zusammen mit dem Offenbacher Rapper Haftbefehl präsentiert Lindemann jetzt ein Feature, das es in sich hat. Wohl niemand hätte erwartet, dass diese beiden einzigartigen Charaktere für einen Song zusammenarbeiten könnten – vor allem nicht, wenn dieser „Mathematik“ heißt und sich schlicht und ergreifend damit beschäftigt, wie ätzend diese Lehre ist. Im Song rappt (!) Till Lindemann beispielsweise: „Fick, fick, fick, Mathematik. Fick, fick, fick, fick sie richtig. Fick, fick, fick, Mathematik. Algebra ist gar nicht wichtig.“Haftbefehl schließt sich der Meinung des Rammstein-Sängers an und erklärt, dass er nur „Straßen-Mathematik“ kenne.
Lindemann – Mathematik ft. Haftbefehl
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Bereits am Anfang des Clips, der von Zoran Bihać im November im Astras Kulturhaus in Berlin gedreht wurde, ist ein Dialog zu sehen, der das Potenzial zum Klassiker hat: Lindemann steht seinem Ebenbild in Frauenklamotten gegenüber: Er: „Ja hallo, du schönes Fräulein!“ Sie: „Hallo, mein Hübscher!“ Er: „Wie heißt du denn?“ Sie: „Ich bin die Algebra.“ Er: „Algebra! Ja willst du nicht einsteigen? Ja komm …“ Inwieweit Lindemann jetzt weiter unter die Rapper geht, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sicher erfahren. „Mathematik“ ist allerdings ein Beweis dafür, dass sich sowohl Lindemann als auch Haftbefehl nicht vor ungewöhnlichen Schulterschlüssen fürchten. Ein Statement gibt’s zusätzlich auch noch: Die Kommentare unter dem Video wurden dekativiert. Ob das aus Angst vor arabischen Hasskommentaren (kleiner Exkurs: Algebra kommt vom Arabischen „al-ğabr“) passiert ist, oder weil die Protagonisten einfach keinen Bock auf irgendwelche Diskussionen um Genres hatten, bleibt offen.
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