Videopremiere: In „Tut mir leid“ gehen sich Klan gegenseitig an die Gurgel
Dass es zwischen Geschwistern regelmäßig kracht und die Fetzen fliegen, ist nichts neues. Daher ist es keine Überraschung, dass die Brüder Stefan und Michael, die hinter Klan stecken, nun eine Single über Konflikte veröffentlichen. Klan schreiben mittlerweile seit 2016 gemeinsam deutsche Popmusik und erarbeiten ihre Songs in Zusammenarbeit mit renommierten Produzenten wie Tim Tautorat (Annenmaykantereit, Faber). Mit ihrem Debütalbum im vergangenen Jahr knüpften sie an die Riege großer, deutschsprachiger Popmusiker an und kamen auf “Wann hast du Zeit?” dem Stil von Clueso und Bosse verblüffend nah. Ohne einfach nachzuahmen finden sie einen eigenen Klang und zeichnen sich durch selbstironische und clevere Texte aus, in denen die Geschwister grundlegenden Alltagsfragen auf den Grund gehen. Dabei verlieren sie das aktuelle Geschehen, sowie den Zeitgeist nicht aus dem Sinn. Auch in ihrer Hit-Ballade „Tropfen“ zeigen sie ein Gespür für große Refrains, die selbst vermeintlich traurigen Liedern eine Leichtigkeit verleihen.
In „Tut mir leid“ stellen sich Michael und Stefan den Problemen von Meinungsverschiedenheiten, großen Streit, sachlichen Konflikten und den ganz großen Krach. Doch wie bereits der Titel verrät, ist die Reue danach und der Moment der Versöhnung genauso Teil des Songs, wie die Auseinandersetzung an sich. Das Szenario ist allen bekannt und wird von Michael in seinem lautmalerischen Gesangsstil erzählt. Durch die eigentümliche Betonung entstehen neue Sprachmelodien, die die Aufmerksamkeit auf die emotionalen Wörter lenkt. Dazu kommt eine Dramaturgie, die sich ähnlich wie ein Streit hochschaukelt und wieder abklingt.
Klan – Tut mir Leid
Wie auch schon zu dem Vorgänger „Bei dir“, haben sich die Brüder für das Video eine besondere Szene der Filmgeschichte herausgesucht, um ihren Song zu untermalen. Gemeinsam mit dem Kollektiv mightkillya haben sie sich zuvor an Quentin Tarantino abgearbeitet und widmen sich nun den Bildern Martin Scorsese’s. Passend zum Text stellen Michael und Andreas den legendären Streit zwischen Donnie (Jonah Hill) und Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) aus The Wolf of Wallstreet nach, bei dem der Streit für Donnie fast tödlich endet. Mit dabei eine hochschwangere Frau, Frust-Essen, Alkohol und eine Menge Kokain aus einer Brotdose. Am Ende steht die Einsicht, die Reue und auch ein bisschen die Freude den Kampf überlebt zu haben. Die Single ist ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Projekte des Duos: Im Frühjahr 2020 wird es neue Musik geben und ab April kann man Klan auch wieder auf ihrer „Zwei Seiten – Tour“ live hören.
Klan auf Tour – präsentiert von DIFFUS:
14.04.20 KLAN Hannover – Lux 15.04.20 KLAN Dortmund – FZW 16.04.20 KLAN Köln – Gebäude 9 17.04.20 KLAN Mainz – Schon Schön 18.04.20 KLAN Stuttgart – Im Wizemann Studio 21.04.20 KLAN Zürich – Exil (support Tiemo Hauer) 22.04.20 KLAN München – Strom 23.04.20 KLAN Wien – Das Werk 24.04.20 KLAN Nürnberg – Stereo 25.04.20 KLAN Ulm – Roxy 12.05.20 KLAN Rostock – Helgas Stadtpalast 13.05.20 KLAN Hamburg – Knust 14.05.20 KLAN Berlin – Bi Nuu 15.05.20 KLAN Dresden – GrooveStation 16.05.20 KLAN Leipzig – Naumanns
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Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.