Videopremiere: AB Syndrom folgen in “Somnambul” schlafwandelnd ihrem Weg
AB Syndrom entstand ursprünglich als Projekt mit vier Mitgliedern. Mit dem 2018 erschienen Album “Plastik” wurden daraus zwei – Sänger Bennet Seuss und Drummer Anton Bruch – und der Sound noch klarer, noch konzentrierter zwischen gedämpften Flächen und unvorhersehbarem Post-Dubstep. Ein eigenständiger Sound, den auch Rapperin und Sängerin Mine anerkennt: Auf dem Song „Spiegelbild“ holt sie sich AB Syndrom auf ihr aktuelles Album. Mit dem neuen Musikvideo zu „Somnambul“ schärfen AB Syndrom weiter ihr Profil. Bevor ihr eure Wörterbücher zückt: Somnambul, das heißt schlafwandelnd. Aber das wird sowieso schnell klar, wenn man die flimmernden Szenen und Lo-Fi-Aufnahmen auf sich wirken lässt. Eindringliche Bilder werden gezeigt: Anton Bruch starrt ohne Augen in ein verlassenes Parkhaus, Bennet Seuss sitzt schlaflos vor Laptop und Handy. Die Eindrücke werden zunehmend surrealer, Gegenstände schweben durch den Raum und auch Bennet löst sich vom Boden, fliegt schafwandelnd im orangenen Schein der Straßenlaternen.
AB Syndrom – Somnambul
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Dieses Szenario spiegelt sich auch musikalisch wider: Unruhige, angespannte Synthesizer begleiten Bennet in seiner Schein-Realität, denn wie bei einem Schlafwandelnden befindet er sich auf seinem festen Pfad, solange ihn niemand davon abbringt. Dazwischen bleibt immernoch Platz für raffinierte Sprachspiele: “I care for you/ Du kehrst mir den Rücken zu.” So düster die Bilder zu “Somnambul” auch sind, AB Syndrom finden eine tröstende Sicherheit im Zwischenstadium zwischen Traum und Realität, Fließen und Lenken. Und zur Videopremiere hat das Duo sogar einen eigenen Tipp parat: “Das Video ist ausschließlich in Nachtschichten entstanden – also am besten in nächtlicher Dunkelheit zwischen 20.00 und 06.00 Uhr zu genießen.”
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