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Videopremiere: Die Wiener Band Culk reflektiert in “Ruinen” über die Macht der Männlichkeit – und ihre Grenzen

Posted in: PremierenFeatures
Tagged: Culk

Männlichkeit in einer von Männern dominierten Welt – das ist so normal, dass die Konfrontation damit umso brachialer ausfallen muss. Mit dem Musikvideo zu “Ruinen” visualisiert die Wiener Indie-Rock-Band Culk ihren neuen Song. Der Protagonist, im Song wie auch im Video, ist ein Mann, versteckt hinter einem Anzug und einer grotesken, übergroßen Maske aus Fäden und Bändern. Seine Geschichte erzählt Sängerin Sophie Löw mit kehliger, anklagender Stimme, begleitet von immer wieder neu aufbrausenden Gitarren und einem Bass, der direkt aus Joy Division’s “Unknown Pleasures” stammen könnte.

Culk – Ruinen

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Es ist eine Geschichte von Erfolg, Macht und Unwissenheit, durch die der Protagonist tanzt und taumelt – bis der Song bricht. Der harte Post-Punk-Sound macht Platz für einen schleppenden, dubbigen Bass-Rhytmus, während Sophie Löw beschreibt, wie das Drama seinen Lauf nimmt: “Er kannte und verkannte seine Stellung.” Es bleiben vage Andeutungen, die auch das Video schaurig unterstreicht: Der Protagonist greift in die körperlichen Grenzen einer Frau ein, berührt sie gegen ihren Willen und wird sich durch die Konsequenzen zum ersten Mal bewusst, dass Männlichkeit als Identität nicht ausreicht. Sophie Löw fragt nach dieser Identität, nach dem „Wer“, belässt es aber nicht nur bei dem Protagonisten ihres Songs. Kurz vor dem verzerrten Höhepunkt scheint sie den Hörer selbst anzubrüllen: “Wer bist du jetzt?”

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