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Videopremiere: das bisschen Totschlag begeben sich auf einen Pixel-Roadtrip

Posted in: PremierenFeatures

das bisschen Totschlag liefern den Soundtrack für eine Welt in der Digitales und Analoges, Simulation und Realität untrennbar miteinander verfließen. Das gilt auch für die innovative Pop-Musik, die das Trio von Hamburg und Berlin aus veröffentlicht. Echte Instrumente und elektronisches Flimmern verschmelzen zu einem sphärisch-verträumten Sound, den die Band auch in ihrer visuellen Präsentation aufgreift. Bestes Beispiel ist die neueste Single und unsere heutige Videopremiere: „I Knowww“ – eine endlose Autofahrt durch digitale Pixel-Weiten.

das bisschen Totschlag – I Knowww

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das bisschen Totschlag – noch so ein kryptischer Bandname aus der Kategorie Die Höchste Eisenbahn und Von Wegen Lisbeth. Musikalisch macht das Trio, bestehend aus den Brüdern Fabian und Maximilian sowie ihrem Cousin Niklas, allerdings einiges anders als die üblichen Indie-Pop-Verdächtigen. Hatten sie ihre Anfänge noch in einer Amsterdamer WG mit dem ersten Demo-Projekt „punk deluxe“, bewegten sich die drei schnell hin zu Musik, die mit Punk wenig bis gar nichts zu tun hat. 2019 veröffentlichten das bisschen Totschlag ihr Debüt-Album „Easy Care + Softener“ – eine Sammlung atmosphärischer Songs zwischen Bedroom- und Dream Pop, Indie und Electronica. 

Das perfekte Timing für digitale Kunst

Diesem verkaterten, schleppenden Sound verpassen das bisschen Totschlag nun ein spürbares Update, während sie sich in großen Schritten auf die zweite LP „No Risiko“ zu bewegen. Mit „I Knowww“ erscheint nun die dritte Single für das Projekt, das am 11. Februar veröffentlicht wird. Wie schon zuvor bei „If I could“ und „Cloud’s on fire“ spielt das Trio hier mit digitaler Ästhetik und bewegt sich damit absolut mit oder sogar ein Stück vor dem aktuellen Zeitgeist. Schließlich sind Virtual Reality, NFTs und das Metaverse in aller Munde – perfektes Timing also, für die Kunst von das bisschen Totschlag.

Ein surrealer Roadtrip

„I Knowww“ könnte da tatsächlich glatt ein Kandidat für ein teuer verkauftes NFT sein. Das Musikvideo von Misha Gurovich zeigt in Videospiel-Optik eine Autofahrt vom Rücksitz aus. Vor dem Fenster ziehen pixelige Landschaften und surreale Fantasie-Welten vorbei. Das passt hervorragend zum Song, denn der klingt genau so, wie man sich den Soundtrack für solch einen Roadtrip vorstellen würde: Gemütlich, aber gleichzeitig befremdlich, nostalgisch-sehnsuchtsvoll, aber auch futuristisch. Die warmen Gitarren sind unser musikalischer Türgriff, an dem wir uns festhalten, während E-Piano und Synthesizer schon längst aus dem Auto ausgestiegen sind und durch das digitale Wunderland spazieren. 

Obwohl die Band uns mit diesem Musikvideo quasi nur eine einzige Bildeinstellung präsentiert, nutzt sich das Konzept zu keinem Zeitpunkt ab. Ständig verändert sich die Szenerie, an der wir als Zuschauer:innen vorbei rollen und auch auf musikalischer Seite entfaltet sich der Song immer weiter. Mit „I Knowww“ denken das bisschen Totschlag sowohl musikalisch wie auch visuell „out of the box“ – und diese Andersartigkeit kommt absolut erfrischend.

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