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Videopremiere: Der Berliner Newcomer Arctic8 schickt „Liebesbriefe“

Posted in: Premieren
Tagged: arctic8

Der junge Berliner Arctic8 gehört zu einer neuen Generation von Musik-Schaffenden, die jenseits von Genres und ihren starren Formaten denken. Davon zeugt ein Blick in seine Diskographie: Von alternativem Hip-Hop bis zu Experimenten mit dem Wave-Sound der 80er-Jahre findet sich hier einiges. Mit seiner neuesten Single „Liebesbriefe“ flutet der Newcomer nun unsere Gehörgänge mit satten Synthesizern und schickt einen Vorboten für sein Debütalbum „Neu Tekina“, das am Freitag erscheint.

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Psychedelische Poesie

„Dass er bei mir lag, wüsste das jemand, das wolle Gott nicht!, dann müsste ich mich schämen…“. Mit diesen mysteriösen Zeilen, vortragen von einer Frauenstimme und begleitet mit wackelnden Camcorder-Aufnahmen, startet Bill Becker aka Artic8 in sein neues Musikvideo. Die Passage stammt, wie man am Ende erfährt, aus „Unter den Linden“, einem Gedicht von Walther von der Vogelweide. Ein Indiz dafür, dass der Newcomer aus Berlin vielseitig interessiert ist und Einflüsse aus verschiedensten Kunstformen in seine Arbeit einfließen lässt.

Kurz darauf setzen schwirrende Synth-Arpeggios und -Bässe ein. Das Gedicht ist zu Ende und Arctic8 setzt zu seinem eigenen Liebesbrief an. „Draußen, kleine Fledermäuse, ziehen über unseren Köpfe hinweg, breiten ihre Flüge über dem azurblauen Wasser“. Die Gedanken und Bilder tropfen aus seinem Kopf ins Mikrofon, ohne Filter oder Struktur. Arctic8 spricht mit ruhiger Stimme und sendet seine Worte mit tausendfachem Echo in den Äther, den Gesang hebt er sich für die Hook auf. Die passenden atmosphärischen Aufnahmen sehen wir im zugehörigen Video, das mehr einem intimen VHS-Clip aus einem besonderen Urlaub gleicht, als einem konstruierten Produkt. Zwischen den schwarzen Silhouetten der Vögel, die sich vor dem Himmel abzeichnen, flackern immer wieder die leuchtenden Federn eines Fabelwesens auf, ein Feuer, das in allen Farben des Regenbogens brennt. Vielleicht ein Phönix? Oder ein anderer Bewohner der wundersamen, fiktiven Insel „Neu Tekina“, auf der sich das gleichnamige Debütalbum von Arctic8 abspielt.

Willkommen auf Neu Tekina

Die Wolken leuchten Magenta-Orange, während die Sonne und der Horizont Liebe machen. Zwei Stunden später streunen junge Hunde durch verwaiste Gassen, auf der Suche nach Wärme, im müden Flackern der Neonlicht-Nachtclubs, so beschreibt Arctic8 diesen besonderen Ort, den er für seinen ersten Longplayer erschaffen hat. Schon am kommenden Freitag soll das Projekt erscheinen und uns noch mehr Einblicke in den „Psychedelic Post-Punk“ geben, das Mikrogenre, an dem Arctic8 gemeinsam mit seinem Produzenten Leam feilt. Davon zeugten schon bisher erschienene Singles wie „Insomnia“, „Canyon“ oder „Herz aus Stein“. Allesamt reduzierte Stücke, die 80er Synths und programmierte Drums mit modernen Trap-Elementen mischen. Was die Küsten von Neu Tekina darüber hinaus noch zu bieten haben, wird dann der nächste Release-Friday zeigen.

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