Videopremiere: Future Franz träumt in „Smartphone“ von den neuesten Trends
Dass in der Stuttgarter Umgebung einiges an kreativer Energie entsteht, ist nichts Neues. Einer der viel davon miterlebt und möglich gemacht hat, ist mit Sicherheit Äh, Dings: Von ihm stammen Produktionen für Tristan Bruschs „Fisch“-EP und Maeckes Album „Tilt“, letzteren hat er auch schon live unterstützt, außerdem war er schon als Grafiker für Die Orsons tätig. Ein breiter Katalog an Talenten also, trotzdem arbeitete Äh, Dings bisher vor allem hinter den Kulissen. Mit seinem neuen Namen ändert sich das schlagartig: Als Future Franz singt der Künstler und bringt dieses Jahr mit seinem Album „Normal“ erstmals eigene Musik heraus. Nachdem Vorabsingles wie „Feuerwerk“ und „Raucher“ mit einem Sound zwischen Dada und Neue Deutsche Welle begeistern konnten, veröffentlicht Future Franz jetzt noch ein weitere Video: „Smartphone“. Freunden seiner bisherigen Musikvideos dürft der visuelle Stil bekannt vorkommen: Future Franz taucht ab in die Vaporwave-Ästhetik, performt im geblümten Hemd vor einem Greenscreen und belädt das ganze mit trashigen Effekten und Animationen – natürlich mit Untertiteln als freundliche Mitsing-Hilfe.
Future Franz – Smartphone
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Mitsingen ist auch nicht zu viel verlangt, denn Future Franz glänzt sicher nicht mit komplizierten Harmonien oder einer glasklaren Kopfstimme, im Gegenteil. In der Tradition der Neuen Deutschen Welle hat Future Franz‘ lustloser, müder Gesang statt Profi-Qualität einiges an Charakter und passt wie die Faust aufs Auge zum verstrahlten Video und zu der fröhlichen Melancholie der Indie-Gitarren. Auch der Text erinnert an die Zeit der Neuen Deutschen Welle mit einem zeitgemäßen Update in Sachen Inhalt: Ein bisschen Dada, ein bisschen Punk, ein bisschen subversive Kritik an einer Gesellschaft, die ständig dem Zeitgeist hinterherrennt – der man aber auch selbst angehört. Natürlich, die Trends, von denen Future Franz in „Smartphone“ träumt, sind gänzlich übertrieben (Stichwort Friseur zersägen und Smartphone verschlucken), aber im Kleinen passiert genau das jeden Tag: Irgendwer macht irgendwo irgendwas, es landet im Internet oder Fernsehen und alle machen dieses Irgendwas, ohne so wirklich zu wissen, warum. Future Franz hat einen Lösungsansatz parat: „Einen digitalen Sabbathmonat kann ich jedem empfehlen!“, sagt er zum Song. Wer Future Franz in gewohntem Umfeld live sehen möchte, hat aktuell die Möglichkeit dazu: Future Franz begleitet die Orsons auf ihrer Tour als Support und spielt im November als Voract für Von Wegen Lisbeth. 22.10. Dresden, Tante Ju (mit Die Orsons) 23.10. Leipzig, Felsenkeller (mit Die Orsons) 24.10. Nürnberg, Hirsch (mit Die Orsons) 26.10. Stuttgart, Porsche Arena (mit Die Orsons) 08.11. Berlin, Columbiahalle (mit Von Wegen Lisbeth)
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