Videopremiere: IUMA bringt uns mit “Fallen” zum Innehalten
IUMA aus Köln hatte mit ihrer Single “Spiel” erst im Juni diesen Jahres ihr Debüt – und trotzdem ist bereits klar, dass sich da gerade eine spannende junge Künstlerin drauf und dran macht, den deutschen Pop um ihren Sound zu bereichern. Auf “Spiel” klang dieser ein wenig nach elektronischer Verspieltheit à la Mura Masa mit einer selbstbestimmten Attitüde in IUMAs deutschem Gesang. Der Song richtete sich direkt an ein romantisiertes “Du” – der neue Song “Fallen” ist da abstrakter.
IUMA – Fallen
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Das beginnt schon mit dem Intro, in dem IUMA mit Vocoder-Stimme bei Dämmerung durch ein Feld streift. Der effektvolle Gesang wird schnell unterbrochen – einzelne, volle Noten von einem E-Piano nehmen den Raum ein, reihen sich bedächtig aneinander und strahlen eine kraftvolle Ruhe aus. Bis auf einen wuchtigen, langsamen Beat im späteren Verlauf des Songs bleibt die Instrumentalisierung minimalistisch und setzt vor allem IUMAs kryptischen Text in Szene. In “Fallen” bennent IUMA ihre Themen nicht konkret, aber zwischen den Zeilen geht es vor allem um Mut zum titelgebenden Fallen lassen. Mut zur Selbstbestimmung, Mut zum Ausbrechen aus dem System, wobei die Auslegung offen gelassen wird. Es geht auch um das Innehalten in einer schnelllebigen Zeit, in der ein Moment den nächsten ablöst – und das schafft “Fallen” in seinen drei Minuten Laufzeit. Eine minimalistische, elektronische Andacht, pulsierend um IUMAs bedachte Stimme – Pop für ein inneres zur Ruhe kommen statt zur bloßen Hintergrundbeschallung.
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