Videopremiere: JFR Moon geht in „Swim“ auf einen bunten Badetrip
Als „Acid Folk“ bezeichnet Fabian Drung alias JFR Moonden Sound seines im Jahr 2015 erschienenen Albums „Honey I Can’t Concentrate I’m Collecting Minerals On My Body“ – ein angemessen schräger Titel für eine Platte, die von psychedelisch wabernden Synth-Sounds, ruhigen Gitarrenklängen und süßen Melodien lebt. Nun steht der aus Stuttgart stammende Musiker vor der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Moony“ (erscheint am 22. Juni 2017 bei Treibender Teppich Records). Auf seinem neuen Album wendet sich JFR Moon vom Psychedelic Folk des Vorgängers ab und es hält eine Mischung aus luftigem Slacker- und Surf-Pop Einzug. In erfrischend kurzen 25 Minuten Spielzeit besingt er zum Beispiel Liebschaften und die Maßregelung von bodenlosen Kindern, alles getragen von einem warmen, sommerlichen Vibe. „Ich hatte einfach wenig bis gar keinen Bock mehr auf den alten Sound, vor allem auf akustische Gitarren – generell Gitarren, der Sound hatte sich für mich erschöpft. Auch wenn ich nicht bereue, was ich davor gemacht habe, ich hatte einfach mehr Interesse an Flächen, an Synths, an straighten Beats“erzählt der Musiker im Interview. Die Songs sollten zwar immer noch eine gute Melodie und einen guten Refrain haben, aber alles losgelöst vom Gitarrenspiel. „Ursprünglich wollte ich eine Platte machen, die den Vibe von Admas ‚Sons Of Ethiopia‘ transportiert – ruhig und gechillt aber auch dynamisch.“ Der Arbeitstitel für „Moony“ sei deshalb eine lange Zeit „You’re Chilling with JFR Moon“ gewesen.
Ich komme auch ohne Studio aus, mir geht es mehr um die Idee und das Feeling.Aufgenommen wurde „Moony“ in klassischer Homerecording-Manier von JFR Moon in seinem Zimmer, damals noch in Stuttgart.„Ich liebe diesen DIY-Charme, Leute die ihr Ding alleine durchziehen. Ich höre auch sehr gern Musik, die einen unfertigen und rohen Touch hat. Zu glatte, hochproduzierte Alben finde ich oft eher langweilig. Mir fehlt es da an Seele oder etwas Brüchigem, Echtem. Homerecording ist cool, aber immer auch eher ein Mittel zum Zweck. Studiozeit ist einfach viel zu teuer, wenn man alleine ist. Aber ich komme auch ohne Studio aus, mir geht es mehr um die Idee und das Feeling.“ Ganz auf sich allein gestellt war JFR Moon bei der Produktion seines neuen Albums allerdings nicht: Kevin Kuhn von Die Nerven steuerte Drums bei, Dennis Melster von der Blue Angel Lounge Gitarrensolos und Martha Rose einige Geigenklänge.

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