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Videopremiere: Der Newcomer Lostboi Lino sagt „Danke Nein“ zum Leben nach der gesellschaftlichen Norm

Posted in: PremierenFeatures
Tagged: Lostboi Lino

Pink gefärbte Haare, zerrissene Klamotten und ein gestochenes Kassettentape auf der Brust – Lostboi Lino übersieht man nicht so schnell. Mit seinem Look könnte er direkt einer Grunge-Band aus den 90ern entspringen, tatsächlich haben wir es hier aber mit einem der spannendsten, wenn auch obskursten Newcomer des Jahres zu tun. Denn viel mehr als seine Heimatstadt Stuttgart ist nicht über den Künstler bekannt, stattdessen lässt er seine Musik für sich sprechen. Zum ersten Mal zu hören war Lino vor wenigen Wochen als Feature-Gast von Moii. Gemeinsam haben sie mit „Alles okay“ eine leichtfüßige Garage-Tune veröffentlicht, auf der Lino mit seinem lässigen Part Lust auf Solo-Material macht. Das liefert der Rapper und Sänger jetzt mit seinem ersten eigenen Song, den wir als Videopremiere präsentieren: „Danke Nein“.

Lostboi Lino – Danke Nein

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Wer in Deutschland etwas erreichen will, für den scheint oft ein klassischer Lebenslauf vorprogrammiert: Abitur, ein sicheres Stuidum, am besten BWL, dann eine Führungsposition in einer Firma und schließlich Familiengründung und Hausbau. Dieses Leben nach Zahlen lehnt Lostboi Lino im neuen Song entschieden ab: „Zu viele Diskussionen ohne Sinn/ Such dir Arbeit, bau ein Haus, mach ein Kind/ Doch ich bin lieber unterwegs und mach mein Ding/ Ich weiß nicht wie, aber irgendwie kriege ich es hin“. Dabei klingt Linos Stimme sehr eigen und erinnert doch an einige Größen der deutschen Musiklandschaft: Peter Fox, Trettmann, Henning May und Udo Lindenberg, alles Assoziationen, die vage mitschwingen. Auch auf Seiten der Produktionen hört man verschiedene Einflüsse heraus, die sich fließend ergänzen: Das Grundgerüst bildet ein düsterer Afro-Beat, angereichert um wuchtige Trap-808s. Zur Hook hin wird der Song dann elektronischer, mit drückenden Synthesizern und schließlich einem clubbigen House-Rhythmus, der Linos Außenseiter-Message tanzbar macht. Zwischen künstlichen Blumen, pinkem Neon-Licht und Schaufensterpuppen in Anzügen macht der Newcomer klar, dass er nicht bereit ist, sich der Norm zu fügen: „Warum nicht BWL, gutes Geld, danke nein/ Schreib gute Noten, keine Drogen, danke nein/ Sei bitte pünktlich und vernünftig, danke nein/ Pass nicht rein, danke nein, danke nein“.

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