Videopremiere: Mei River besingt in seinem Bedroom-Pop-Song „Her“ ein tiefsitzendes Gefühl der Verlorenheit
Bisher erschien Mei River, dessen Namen auf Google nur auf einen Fluss in der Volksrepublik China verweist, noch nicht mit eigenen Soloprojekten an der Oberfläche der weiten internationalen Musiklandschaft. Stattdessen produzierte er für andere Künstler und hielt seine eigene Persona damit vorerst eher im Hintergrund. Doch mit seiner Debütsingle „Her“ wird dieser Fakt nun in die Vergangenheit katapultiert. Mystisch, dunkel und auf eine unheimliche Art auch fröhlich, besingt der schwedische Newcomer hier sein tiefsitzendes Gefühl der Verlorenheit. Entstanden ist der Song, welcher durch eine unverwechselbare Melancholie besticht, aus dem Zusammenspiel eines tief sitzenden, quälenden Gefühls der Unzufriedenheit und der Verwirrung über den Zustand der Welt. Das Endprodukt spiegelt genau diese Gefühlswelt wider: Verlorenheit, Einsamkeit und eine niedergeschlagene Stimmung ziehen sich durch den gesamten Track. Damit gelingt es Mei River den kollektiven Gemütszustand der gesamten Post-Millennium-Generation in einen dreieinhalb-minütigen Song zusammenzupacken.
Mei River – Her
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Die drückende Ziellosigkeit treibt den Sänger im Musikvideo auf einsame, dunkle Parkplätze wo er sich im Auto und vielleicht auch gedanklich im Kreis dreht. Doch auch auf leeren Feldern am Waldesrand findet man seinen Wagen wieder. Und wenn man den Sänger nicht im Auto sieht, gibt er alleine in dunklen Gassen verspielte Tanzeinlagen zum Besten. Es scheint, als habe sich Mei River den allseits bekannten Ratschlag, dass man einem Kuchen eine kleine Prise Salz hinzufügen solle, damit der süße Geschmack noch mehr hervorgehoben wird, auf seine Musik umgemünzt. Denn seine bittersüßen Lyrics werden musikalisch untermalt von hoffnungsvollen, hellen Ukulele-Klängen, welche im Kontrast zur dunklen Videoästhetik und dem nachdenklichen Songtext stehen. Ein Effekt, der die bedrückende Stimmung nur noch mehr hervorhebt.
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