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Videopremiere: Tausend Augen schauen zurück in die Zukunft

Posted in: PremierenFeatures

Vor knapp drei Jahren finden Alexander (Schlagzeug), Max (Bass, Gitarre) und Oliver (Synthesizer, Gitarre, Gesang) in Saarbrücken zueinander. Der Plan: eine Band gründen. Doch um ihren Sound definieren zu können, müssen die drei zunächst auf die Suche nach ihrem gemeinsamen musikalischen Nenner gehen. Auf dem Weg dahin finden sie sich schnell bei den Wurzeln der experimentellen und innovativen Rockmusik wieder, deren Frei- und Pioniergeist die Motivation des Trios weckt. Das Ergebnis der gemeinsamen Findungsphase als Band erhält den Namen Tausend Augen und steht von nun an für die Verbindung von elektronischer Musik mit Psychedelic-Rock und Post Punk in Kombination mit deutschen, NDW-inspirierten Texten à la DAF und Trio.

Tausend Augen – Silberne Maschinen

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Wie reduzierte Texte des NDW-Zeitalters in der 2020-Version klingen, verdeutlichen Tausend Augen mit ihrer aktuellen Single „Silberne Maschinen“: „Der Text besteht nur aus knapp 30 Wörtern und lässt daher recht viel Spielraum für Interpretationen. Im Prinzip sind viele unserer Texte von frühen Science Fiction Geschichten beeinflusst und der Song geht wohl auch in die Richtung. Also eine Zukunft wie man sie sich vor 50 oder 60 Jahren vorgestellt hat.“, erzählt die Band über den Inhalt der Single. Den gewollten Retro-Vibe der Lyrics unterstreichen die Bandmitglieder natürlich einerseits musikalisch, in dem 50 Jahre alte Mikrofone, Kompressoren, Tonbandmaschinen, Vintage-Orgeln, Synthesizer und Gitarren auf moderne Aufnahmetechniken treffen. Andererseits aber auch optisch, denn im Musikvideo zu „Silberne Maschinen“ geht es wild zu.

#VALUE!

Mit dem Ziel, kein klassisches Rockmusikvideo zu drehen, engagiert die Band Pascal Hector und Tobi Kirschner der Videoproduktionsfirma Keine Zeit Medien, die mit einem originellen und sehr aufwendigem Konzept die Atmosphäre der ersten Singleauskopplung von „Westend“ einfangen sollen. Spoiler-Warnung: Sie haben es geschafft!„[Pascal] hatte die Idee mit dem Greenscreen und den silbernen Anzügen (…) Ich glaube es gibt insgesamt 16 verschiedene Effekte, die alle analog und manuell erzeugt wurden und zu fast jedem Schnitt gibt es einen anderen Effekt. Das Ganze wurde also geschnitten, dann 16 mal bearbeitet und dann wieder zu einem zusammenhängenden Video editiert und anschliessend nochmal von einem Fernseher abgefilmt.“ Die Mühe hat sich gelohnt! Das Video lebt von seinem einzigartigen, reizüberflutenden und effektvollen Charakter und greift die oben genannte Alt-Neu-Thematik erneut auf. Tausend Augen reisen in ihren spacigen Ganzkörperanzügen zurück in die 70er-Jahre und zeigen Kraftwerk, DAF und Co., wie elektronisch-experimentelle Post-Punk-Musik aus dem Jahr 2020 klingt.

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