Videopremiere: Timbeau thematisiert in „Bieder“ den Umgang mit einer Angststörung
Das Wort „bieder“ fällt für viele wahrscheinlich nicht in den alltäglichen Sprachgebrauch. Für Timbeau alias Tim Bohner ist das aber kein Grund, seine neue Single nicht genauso zu benennen. Genau diese Überzeugung von „Ich mach, vorauf ich Bock hab‘“ hört man auch der neuartigen Japan City Pop-inspirierten Musik des süddeutschen Künstlers an. In „Bieder“ thematisiert Tim den Umgang mit einer Angststörung: „Es werden depressive Phasen zur Schau gestellt, sowie die subjektiven Wahrnehmungen im akuten Delirium bei Panikattacken. Im Schlussteil baut sich die renitente Hoffnung auf, dem Wahn zu entgehen oder mit ihm koexistieren zu können.“
Timbeau – Bieder
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Die lyrische und musikalische Dramaturgie von „Bieder“ wird unterstützt durch ein zweigeteiltes Musikvideo, das anfänglich durch wenig Bewegung, unaufgeregte Farben, ein minimalistisches Design und Standbild-artige Aufnahmen den lässigen Sythiepop-Song unterstreicht. Erst der zweite Part des sechseinhalb-minutigen Musikvideos bietet Platz für dynamische Aufnahmen und offenbart das Bild eines wahnsinnig werdenden Timbeaus. Damit macht der Newcomer nicht nur neugierig auf weitere originelle Clips, sondern auch auf ein Album voller Vielfalt und Ideenreichtum.
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