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Videopremiere: Tua verarbeitet in den Hochhaussiedlungen der „Vorstadt“ seine eigene Geschichte

Posted in: PremierenFeatures
Tagged: Tua

Sowohl als Mitglied der Stuttgarter Rap-Band Die Orsons als auch als Solo-Künstler erlangte Tua in den vergangenen Jahren Bekanntheit. Diese fußt vor allem darauf, dass Tua poetische, intelligente und sehr komplexe Songs veröffentlicht, die er in Personalunion schreibtm, produziert und einsingt/-rappt. Sein bislang letztes Soloalbum „Grau“ war 2009 erschienen, 2010 folgte dann das Kollaboalbum „Evigilia“ mit Sänger Vasee und 2012 bis 2016 erschienen die EPs „Raus“, „Stevia“ und „Narziss“. Jetzt kündigt Tua sein neues und damit drittes Solo-Album „TUA“ an, über das er auf Instagram verlauten lässt: „Ich habe die letzten drei Jahre dran gearbeitet und habe zwischendurch meine geistige Verfassung in Frage gestellt, mein soziales Leben eingestellt und im Studio gelebt. Hab mir da ein ganz schönes Stück aus dem Leib geschnitten. Ich kann’s kaum erwarten, es euch zu zeigen.“ Mit „Vorstadt“ präsentiert der Musiker nun das Intro und gleichzeitig die erste Single des Albums. Im Song entführt uns Tua in die Hochhaussiedlung im schwäbischen Reutlingen, in der er als Sohn eines Ukrainers und einer Deutschen aufgewachsen ist.

Seht hier die Premiere von „Vorstadt“

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“Hochhäuser an ‘nem Feld, Vorstadt. Dann noch mehr Dorf als Großstadt.” heißt es im Song, der mit Cameos regionaler Helden wie Afrob und Bausa besetzt ist. Tua erzählt über eine Zeit, in der er aus Angst vorübergehend selbst zum Schläger wurde – das ganze über einem modern produzierten Oldschool-Beat. Die persönlichen Geschichte gibt das stimmungsschwangere Video zu „Vorstadt“ perfekt wieder: Er hat als kleiner Einzelkämper, der aus Schutzinstinkt die Zähne fletscht, angefangen, ging über die eingeschworene Bruderschaft des Breakdance bis zum entfernten, stets reflektierenden Mann, der Tua jetzt ist. Sowohl im ersten als auch im zweiten Akt des Videos sind die abgelegenen, grauen Hochhäuser omnipräsent. Das einsame Training, die Breakdance-Sessions, die angedeuteten Streetfights – das alles passiert in Zeitlupe während Tua in seinem Auto als stiller Beobachter funktioniert, distanziert von sämtlichen Geschehen. Im dritten und finalen Teil unterliegt nicht nur der Beat einer drastischen Veränderung, auch die Stimmung im Video wird hektischer. Gleichzeitig richtet sich der Fokus jetzt ausschließlich auf Tua, der im Zeitraffer durch einen Tunnel rast. Dennoch bleibt das Video reduziert und lässt genug Raum zum Zuhören. Es bietet einen schemenhaften Kontext, der kaum zu greifen ist. Tua ist jedenfalls zurück und gibt deutschem Rap eine Ästhetik, die er lange missen musste. Am 22. März 2019 erscheint „TUA“ und verspricht jetzt schon eine einzigartige Interpretation des aktuellen Zeitgeistes. Im darauffolgenden April geht Tua außerdem auf „FFWD“ Tour:

Tua auf „FFWD Tour“ 2019 – präsentiert von DIFFUS

04.04.2019 Berlin, Musik & Frieden 05.04.2019 München, Kranhalle 06.04.2019 Stuttgart, ClubCann 07.04.2019 Köln, Helios37 08.04.2019 Hamburg, Prinzenbar

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