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Videopremiere: Yukno besingen in „Das Leben ist so schön“ die Vergänglichkeit des Seins

Posted in: PremierenFeatures
Tagged: Yukno

Yukno sind 2015 mit ersten Songs in der deutschen Musik-Landschaft erschienen, seitdem haben sie sich mit ihrem Indie-Pop, der sich ständig im Wandel befindet, schnell einen Namen gemacht. Mit Songs wie „Tomorrowland“ lässt die Band aus der österreichischen Steiermark die Grenzen zwischen Indie und elektronischer Tanzmusik verschwimmen, während „Land of confus1on“ waschechten Bilderbuch-Sound heraufbeschwört. Inhaltlich tanzen Yukno gekonnt auf dem schmalen Grad zwischen Kritik an der eigenen Generation und gewitzter Selbstironie, Zeitgeist durch und durch. Und das einmal mehr mit dem kommenden Album: „Im Stream der Zeit“ ist zwischen Jam-Sessions im Inselparadies von Sansibar und der drückenden Isolation des Corona-Lockdowns entstanden und schickt sich an, wie viele andere Alben aus dieser Epoche, ein spannendes Zeitzeugnis zu werden. Das verspricht schon die erste Single, mit der uns Yukno vor knapp einem Monat im „Digital Playground“ willkommen geheißen haben. Die globale Pandemie hat unser Tagesgeschehen auf flackernde Bildschirme verschoben, soziale Interaktionen ins Internet und Yukno vertonen diesen Umstand. Aber der „Stream der Zeit“, mit dem uns das Internet laufend konfrontiert, fließt immer schneller und lässt den Einzelnen oft bedeutungslos aussehen. Was bleibt noch, wenn unser Pixel einmal verglüht ist? Damit beschäftigen sich Yukno in ihrem neuen Song: „Das Leben ist so schön“ – und genau so vergänglich.

Yukno – Das Leben ist so schön

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Vanitas: In der Lyrik und in der bildenen Kunst beschreibt der lateinische Begriff das Motiv der Vergänglichkeit. Nicht als etwas, das per se schlecht ist, sondern eher als eine Bipolarität: Die Angst vor dem Ende versüßt das Leben und gibt der Zeit im Hier und Jetzt nur noch mehr Wertigkeit. Aber Digitalisierung in allen Lebensbereichen macht dieses Hier und Jetzt immer öfter dröge und schal, den Kick muss man suchen: „Du hast den Wind in deinem Haar/ Eineinhalb Tausend Kmh“ singt Georg Nöhrer im neuen Song „Das Leben ist schön“. Diesen Rausch der Lebendigkeit suchen auch die Protagonisten im Video zwischen den Überresten einer Vorstadt, die langsam von der Natur zurückerobert wird: Atem, Geschwindigkeit, Schmerz – alle Sinne bis zum Bersten angefüllt. Das Wissen um die eigene Endlichkeit sickert trotzdem immer wieder ins Bewusstsein und das mit düster blubbernder Instrumentierung: „Enjoy the ride/ Gleich ist es vorbei/ Wir sind ein Wunder in der Dunkelheit“. Dieser ständige Taumel zwischen erschütternder Trauer und überschwänglicher Euphorie zieht sich bis in die Hook, die von 80er-Synths bestimmt wird: „Das Leben ist so schön/ Wir winken im Vorübergehen“.

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