Argonautiks im Videointerview: „Wenn wir singen könnten, würden wir auch nicht rappen“
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In Berlin dominiert der Deutsch-Rap das musikalische Leben mit eiserner Faust. Überall in Deutschland erfährt Hip Hop gerade einen langanhaltenden Aufschwung, auch in der Hauptstadt hat das viele Wogen geschlagen und aus den Schlafzimmern, Garagen und Kellern kommt Jahre nach Aggro-Berlin eine neue Szene an Rappern an das Tageslicht. Unter ihnen auch die Argonautiks, die manchmal noch immer als Newcomer gehandelt werden, obwohl sie seit Kindesalter Musik machen. Die Tapes, die Paul und Tim damals im Keller eines Kumpels in ihrer Heimat Teltow, produzierten, sind heute zwar nicht mehr auffindbar, zeigen aber ziemlich deutlich, dass die zwei Agonautiks kein unbeschriebenes Blatt sind. Die roughen Einflüsse der Berliner Rap-Szene aus den 2000ern, ist den Battlerappern anzuhören, dazu versehen sie die harten Lines aber mit einem Feinschliff, der akkurat sitzt.
Argonautiks – Keine Ahnung
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Schon in der Schule sind Paul und Tim aufeinandergetroffen. Paul hatte damals schon einige Tracks produziert und Tim war die richtige Adresse in Teltow für eine gute MySpace-Seite. Schnell haben sie dann aber gemeinsame Sache gemacht und Tim hat nicht mehr nur durch die Internet-Skills gepunktet. „Wir haben sonst nichts gemeinsam“, stellen die beiden lachend über ihren gemeinsamen Nenner Rap fest. Die vereinende musikalische Vision und die damalige Euphorie um alles, was im Berliner Hip Hop-Leben passierte, stiftete dennoch ein so großes Geimeinsamkeitsgefühl, dass sie auch Jahre später noch nebeneinandersitzen und über eben jene Themen sprechen. So richtig ernst ist es allerdings erst vor zwei Jahren geworden. Das Debütalbum „Aus dem Leben“ kam 2017 und nur ein Jahr später folgte „Gaffa“. Ziemlich vielfältig präsentieren die Argonautiks hier die Tristesse ihrer Heimat Teltow und im Kontrast den Wahnsinn des nahen Berlins. Mit einer nicht schwindenden Mischung aus Melancholie und Frust formulieren Paul und Timm ihre scharfe Kritik auf trockene Beats. Auf dem kommenden Album „Trauben über Gold“ wird die Begleitung aber softer ausfallen, denn obwohl sie mit der Platte wieder zurück zum Battle-Rap gingen, war das Soundbild, nachdem sie strebten eine Berliner Sommernacht. Und so kommen die harten Tracks mit einer durchaus warmen Begleitung zusammen. In dem bereits veröffentlichten Track „Keine Ahnung“ kommen eben diese Spielereien besonders im Intro heraus, wo Produzent Donnie Bombay weiten, atmosphärischen Elektro unter die statten Drums legt. Thematisch haben sich die Argonautiks für das neue Album wieder auf ihre Batte-Wurzeln zurückbesonnen, passend dazu sind sie auch wieder zurück in den Teltower Keller gegangen, in dem auch die ersten Mixtapes zustande gekommen waren. Darum geht es in ihrem neuen und vor allem ersten Videointerview. Die Argonautiks sprechen außerdem von ihrem Aufwachsen in Teltow, ihren musikalischen Einflüssen und davon, was im Deutsch-Rap falsch läuft.
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