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Blinker im Interview: „Musik ist etwas, das besser wird, wenn man es zusammen macht“

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Gefühle nicht herunterspielen, um für das zu stehen, woran man glaubt: Das ist Blinker. Mit seiner Musik und der Entscheidung, seinen Lebensentwurf radikal an seine Träume anzupassen, setzt er ein Ausrufezeichen hinter seinen Namen. Nach langem Bestehen in einer Band-Konstruktion startet Wieland Johannes Stahnecker mit Blinker sein Solo-Herzensprojekt. Und das spürt man auch in jeder Zeile seiner Songs. Wie sein Weg zur Musik genau ausgesehen hat, sein kürzlich veröffentlichtes Debütalbum und seine Meinung zum traditionellen Männerbild verrät uns der Musiker im Videointerview. 

Seinen musikalischen Weg bekam Blinker alles andere als in die Wiege gelegt. Während seine Familie nur vor Weihnachtsabenden ihre Chellos oder Geigen stimmte, zog es Weiland bereits in jungen Jahren in Richtung Rock. So begann er nicht wie üblich mit Blockflöte als erstes Instrument, sondern setzte sich sogleich ans Schlagzeug. „Am Anfang fanden die [Familie] das ganz cool, solange das ein Hobby blieb. Aber als sie gemerkt haben, dass meine Leidenschaft für Musik mehr ist, […] haben sie es ein bisschen mit der Angst zu tun bekommen. Aber da war es dann schon zu spät, da rollte der Zug schon in Richtung Rock n’ Roll“, verrät Blinker im Interview. 

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Blinker macht Musik gegen die Angst

Sein Debütalbum „Gegen die Angst“ unterstreicht dabei den Schritt zur musikalischen Selbstoffenbarung. Blinker möchte mit seiner Musik Dinge offen ansprechen, vor allem Dinge, die ihm nahe gehen. Längst überholte Rollenbilder, die einem verbieten, über Gefühle zu sprechen oder sein wahres Gesicht zu zeigen, haben hier keinen Platz. Im Gespräch sagt der Musiker dazu: „Ich finde, wenn man einmal begriffen hat, dass diese ganzen Geschlechterbilder unglücklich machen, dann gibt’s keine andere Möglichkeit mehr, als sie aufbrechen zu wollen.“

Trotz seines Starts als Solo-Künstler, ist es für Blinker nach wie vor wichtig, gemeinsam Musik zu kreieren. So waren beispielsweise bereits Künstler:innen wie Paula Hartmann, Marie Bothmer oder Madeline Juno an der Seite des Musikers. Letztere bildet auch das einzige Feature auf „Gegen die Angst“ auf dem Track „Alles schon okay“.

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