Felly im im Portrait: „Ich will nirgendwo reinpassen“
Auto-Tune auf Anschlag, pure Arroganz und die nächste Hymne für den ausartenden Turn-Up im Club im Gepäck – das ist Felly. Aufgewachsen ist der junge Rapper in München und begann schon im Alter von 13 zu rappen. Doch sein Ingenieur-Studium hielt ihn dann erstmal von einer Musik-Karriere ab. Das sollte sich aber durch seine Radiosendung „City Chicken“ beim Münchner Independent Sender „Radio 80000“ ändern, denn durch diese fand der 24-jährige wieder zur Musik. Als Joe von den Drunken Masters eines Tages bei dem Sender vorbeischaute, um einige Beats zu spielen, lernten sich die Beiden kennen. Das Kennenlernen endete nach eigenen Aussagen in „einem kranken Suff mit missglücktem Stage-Dive“, doch der kleine Zwischenfall hielt Felly und Joe nicht davon ab noch ins Studio zu gehen und zusammen zu arbeiten.
Felly & Drunken Masters – Dich mag keiner (feat. Carsten Chemnitz)
Mit den Drunken Masters Turn-Up Spezialisten folgte dann mit „Ibrahimovic“ die erste gemeinsame Veröffentlichung. Die Ode an den schwedischen Superstar strotzt nur so von ballernde Krawallbässen und einem unaufhaltsamen Felly-Flow, welcher nur von einer „Kein-Fick“-gebende Attitüde trieft. Die Kombi bewährt sich und der Münchener Rapper findet bei dem Dj-Duo ein musikalisches Zuhause. Die Drunken Masters fingen an „Ibrahimovic“ auf ihren ausartenden Live-Shows zu spielen und Felly auf diese mitzunehmen. Der Song wird zu einer Instanz in ihren Sets und der Münchener Rapper etablierte sich immer mehr in der deutschsprachigen Rap-Szene. Grund genug, dass Casper und Ahzumjot ein paar Bars aufnehmen und einen „Ibrahimovic“ Remix gemeinsam mit Felly veröffentlichten. Das Original und die neue Version schossen durch die Decke und sammelten jeweils auf Spotify über eine Million Streams.
Felly – Saft
Aber kein Grund dafür, sich auf dem Erfolg auszuruhen. Felly setzte seinen Grind direkt fort und veröffentlichte mit „Code Red“, „Saft“, „Egotrip“ oder „Whatsapp Blauer Haken“, 2018 vier weitere Turnup geladene Songs. Mit „Dich mag keiner“ setzte der Münchener Rapper dann sein erstes musikalisches Ausrufezeichen 2019. Für den Track schnappte er sich the One and only Carsten Chemnitz aka. Felix Brummer. Zusammen mit dem Kraftklub-Frontmann zersägt er den Beat und rechnet mit Fake-Peoplen ab.
In unserem Gespräch mit dem Münchner spricht er über seinen musikalischen Werdegang, den Drunken Masters-Effekt und hochkarätige Featuregäste.
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