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Grim104 im Videointerview: „Mir hat es immer Spaß gemacht, mir etwas Abgründiges vorzustellen“

Wenn man sein Duo mit „Zugezogen Maskulin“ benennt, ist schon vorprogrammiert, dass man die Rap-Szene ganz schön aufmischen wird. Genau das haben die beiden Rapper Grim104 und Testo die letzten Jahre im Zweiergespann gemacht: Mit einer EP und drei Alben haben sie eine Mischung aus bissiger Kritik an Szene und Gesellschaft sowie einem eigenen trap-lastigen Soundentwurf entfesselt. So gut dieses Duo auch funktioniert, neues Solo-Material von Grim104 war sicherlich mehr als überfällig, schließlich liegt die selbstbetitelte EP schon sechs Jahre in der Vergangenheit. Hintergründe für die neue Solo-Platte gibt es sicherlich viele, aber an dieser Stelle verlassen wir uns einfach mal auf die Version vom Macher selbst: Grim104 hat sich von der Szene losgelöst, auf ein finsteres Schloss zurückgezogen und kehrt jetzt als „Graf Grim“ zurück. Der gleichnamige Song ist natürlich vollgestopft mit Vampir-Metaphern, klingt aber nicht nach verstaubtem transsilvanischem Schloss, sondern nach kaltem, metallischem Trap.

Grim104 – Graf Grim

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Aber Grims Vampirismus ist natürlich auch nur eine von vielen Facetten, die er auf seinem neuen Projekt verhandelt. Während das elektronische Wummern von „Juri Gagarin“ kosmischen Horrorr zwischen Leere und Chaos eröffnet, sind viele der Anspielstationen viel mehr in der Realität verankert – was sie fast noch gruseliger macht. Im Track „Unter der Stadt“ verschmilzt Fiktion untrennbar mit Alltag, Grim malt Bilder von Sprühern, die verschwinden und dem unsagbaren Grauen, das unter den U-Bahn-Gleisen lauert – und spätestens die freundliche Ansage „Einsteigen bitte!“ erinnert uns, dass all das gar nicht soweit weg von unserer eigenen Welt ist.

Grim104 – Unter der Stadt

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Für die finsteren Geschichten auf „Das Grauen, das Grauen“ ist Grim104 der perfekte Erzähler. Mal wird gebrüllt, mal geflüstert, aber immer dicht und atmosphärisch. Während die Hip Hop-Szene im Allgemeinen sich immer weiter weg von Storytelling und großen Themen bewegt, macht Grim Rap, der uns in eine ganz konkrete, bildhafte Welt mitnimmt und danach so schnell nicht mehr loslässt. Zum Releasetag besucht uns Grim104 für ein Videointerview und spricht über seine neue Platte „Das Grauen, das Grauen“. Außerdem geht es um sein Spiel mit Rollen, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität und die Ursprünge seiner Grusel-Faszination.

Grim104 – Das Grauen, das Grauen

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