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Il Civetto im Interview: „Der Kiosk repräsentiert in jeder Stadt die Kultur der Region“

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Tagged: Il Civetto

Il Civetto begannen schon früh ihren bunten Mix aus Pop, Folk, Swing (und welches Genre einem noch so einfällt) an die Öffentlichkeit zu tragen. 2010 gegründet ging es aus den U-Bahnhöfen Berlins in Richtung Party-Gigs, weiter in die Techno-Szene und dann schlussendlich ins Studio. Dabei sind sie stetig gewachsen – „was auch sehr gesund ist, habe ich das Gefühl“, merkt Sänger Leon Keiditsch im Interview mit uns an, „Leute, die so in ganz ganz schneller Zeit ganz ganz bekannt werden, haben damit immer irgendwelche Probleme“. 

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„So etwas wie eine apolitische Kunst gibt es nicht“

Ihre Musik hat dabei seit Gründung ihren Verlauf genommen: Gestartet sind Il Civetto mit Songs in vielen verschiedenen Sprachen. Aus einer Abneigung gegenüber einem konservativen Deutschland fiel die Entscheidung, dass vorerst nur Lieder auf Fremdsprachen geschrieben werden. Irgendwann bemerkte die Band jedoch, dass dabei die politische Message oft missverstanden wurde. Dabei ist ihnen die Aussage der Texte eigentlich genauso wichtig, wie die Musik selbst. „Ich finde, sich nicht politisch auszudrücken ist genauso eine politische Aussage: Immer eine Aussage zu einer stillen Mehrheit“, sagen Il Civetto selbst dazu, „So etwas wie eine apolitische Kunst gibt es nicht“.

Feiern im „Späti del Sol“

Il Civetto sind dabei Fans vom Späti. Hier kommt das gesamte Gefühl einer Stadt zusammen: Das bemerkten sie spätestens dann, als sie eine Tour durch Deutschland machten und dabei die Kioske von Süd bis Nord abklapperten. Ihr Albumtitel „Späti des Sol“ lehnt sich an das Freiheitsgefühl an, das sie an einem Abend am Späti verspüren. Wenn gemeinsam mit Freund:innen ein Bier getrunken, in den Abendhimmel blicken und der Morgen scheinbar nie kommt.

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