Jamie T über Ryan Adams, Pinegrove und Blur
Seit September ist klar: Jamie Tist wieder sowas von da! Nachdem er Ende der 00er auf seinen zwei hochgelobten Alben „Panic Prevention“ und „Kings & Queens“ in einem ungezügelten Genre-Gemisch das so wilde wie triste Leben und Lieben auf den Straßen Londons eingefangen hatte, zog er sich ziemlich komplett aus der Musikszene zurück. Die gut fünfjährige Pause beendete der Musiker aus Wimbledon 2014 mit seiner dritten Platte „Carry On The Grudge“. Während seine Anhänger vor Freude jauchzten und sich der eine oder andere noch über die neue Singer/Songwriter-Lastigkeit wunderte, machte Jamie T einfach weiter mit der „Magnolia Melancholia“-EP (2015) und „Trick“, das am 2. September 2016 erschienen ist. Mit diesem vierten Album zerschlägt er jegliche Zweifel an seinem Comeback. Wie früher reichen Jamie Treays zwölf Songs, um Genrebegriffe zu überholen. Hip Hop, Punk, Pop, Rock, Songwriter, The Clash, Rage Against The Machine, The Streets, Alex Turner – eine fast endlos weiterführbare Liste an Stilen und Künstlern, die „Trick“ aufgenommen und neuzusammengesetzt hat. Kombiniert mit den packenden Geschichten aus dem britischen Alltag, dem Unbehagen ob gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen und einer Prise bitteren Humor wird „Trick“ zur ausgefeiltesten und souveränsten Platte, die Jamie T bisher veröffentlicht hat. Ehe er das Astra Kulturhaus in Berlin von den ersten Tönen aus „Power Over Men“ an bis zum Moshpit bei der Zugabe „Zombie“ in Euphorie versetzte, haben wir mit Jamie T über seine Lieblingsmusik gesprochen. Unter anderem dabei: Blur, The Clash und Pinegrove.
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