Mit der Band Pabst im Skatepark (Doku)
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Die Bedeutung von Jugendszenen und -subkulturen – seien sie nun musikalischer, sportlicher oder politischer Natur – nimmt seit einigen Jahren schleichend ab. In den 90ern oder frühen 2000ern war das noch undenkbar. Zentraler Treffpunkt und Ort zum Frei sein ohne Autoritäten war damals vor allem der Skateplatz einer jeden Gemeinde. Kein einziger Cent Eintritt, nur ein rollendes Brett unter den Füßen als Freifahrtschein für tagelange Beschäftigung und Sozialisation am Beckenrand von leer gepumpten Pools. Inmitten dieser Hochphase der Skate-Kultur wachsen drei Berliner Jungs heran, die später gemeinsam die Band Pabst bilden. Skate-Punk wird zum Soundtrack ihrer Jugend und prägt die drei Musiker, klanglich wie auch ideologisch: „Shake the desease, say ‚No‘ to the police/ Throw away your keys, throw away your ID/ Put a fucking end to the bourgeoisie/ Back to the start, back to elementary, baby“, heißt es auf „Shake the desease“, einer Single von Pabsts Debüt-Album aus dem Jahr 2018. Neben Punk findet sich vor allem der Grunge-Sound von 90er-Bands wie Nirvana in der Musik des Berliner Trios. Schließlich verstand sich ihrer Zeit schon die legendäre Gruppe um Frontmann Kurt Cobain bestens darauf, die Gitarren soweit aufzudrehen, dass sie noisig, übersteuert und verzerrt auf der anderen Seite des Verstärkers wieder herauskommen – ein Sound, den Pabst Jahrzehnte später auch für sich nutzen und der in Form von „Chlorine“ und „Deuce ex machina“ bereits zwei Alben der Berliner Band füllt. Auf ihre geliebten Live-Konzerte müssen die Jungs diesen Sommer leider verzichten, immerhin haben sie so aber die Zeit, sich mit uns an dem Ort zu treffen, an dem alles begann. An einem Skateplatz in Berlin-Friedrichshain zeigen Pabst, was sie auf dem Board drauf haben und erzählen uns von ihrer Sozialisation in der Szene, zwischen Tony Hawk’s Pro Skater und CDs von System Of A Down. Außerdem geht es um Erfolgsdruck und warum Pabst nicht wie eine typische Punk-Band aussehen.
Pabst – Deuce Ex Machina
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