Mit Lea im Katzencafe: „Treppenhaus“, Gleichberechtigung & Pop-Musik (Portrait)
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2019 hat Sängerin Lea mit „110“ von Capital Bra und Samra die Hook zu einem der größten Hits des Jahres beigesteuert. 2020 hat sie dann nicht nur ihr eigenes Album „Treppenhaus“ veröffentlicht, sondern auch bei dem beliebten „Sing meinen Song“-Projekt sowie der Kindermusik-Compilation „Giraffenaffen 6“ mitgewirkt – und damit so gut wie alle Stationen, die ein deutscher Popstar durchlaufen muss, durchgespielt. Dabei liest sich ein Großteil von Leas Biografie erstaunlich „normal“: Die Sängerin stammt aus Kassel und hat dort ihre gesamte Jugend verbracht. Mit Musik kommt sie schon früh in Berührung, nach Vorbild ihres Vaters lernt sie Klavier zu spielen und tüftelt schon mit 15 Jahren im heimischen Wohnzimmer an eigenen Songs. Nach dem Abschluss verschlägt es Lea für ein halbes Jahr nach Argentinien und dann für das Pädagogik- und Musik-Studium nach Hannover. Hier sammelte sie erste Erfahrungen für das spätere Musiker-Dasein: Mit einem guten Freund tingelt sie durch die Kneipen der Stadt und bietet – nach einiger Überwindung – spontane Live-Auftritte an. Der nächste Schritt ist das eigene Debüt, das 2016 erscheint: „Vakuum“. Mit ihrem ersten Album bemüht sich Lea mit aller Kraft, nicht kitschig oder poppig zu sein, stattdessen: Indie-Musik, alternative Klänge und elektronische Einflüsse. Zwei Jahre später zieht sie nach Berlin und ausgerechnet hier, wo jeder darauf bedacht zu sein scheint, möglichst anders und besonders zu sein, bekennt sich Lea zum großen Pop. In den folgenden Jahren arbeitet sie mit Größen wie Max Raabe, aber auch Capital Bra und Samra zusammen, steuert einen Song zum Soundtrack von „Bibi & Tina“ sowie zu den eingangs erwähnten Compilations bei. Lea weiß nun: Simple Zeilen und eingängige Melodien sind nichts Schlechtes, genau so wenig wie Erfolg bei der breiten Masse zu haben. Diese Denkweise hat sie für ihr neues Album verinnerlicht, trotzdem lässt sie Platz für tiefgreifende Metaphern wie das titelgebende „Treppenhaus“. Über den zugehörigen Song sowie ihr gleichnamiges, neues Label spricht Lea mit uns im Portrait, für das wir die Sängerin zwischen weichem Fell und zufriedenem Schnurren im Katzen-Café treffen. Außerdem geht es um ihre Heimat Kassel, ihren Weg zur Pop-Musik und Gleichberechtigung in der Musik-Industrie.
Lea – Treppenhaus
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