DIFFUS

Dennis Lyxzén von Refused über das neue Album „War Music“

Tagged: Refused

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Mit der Hardcore-Punk-Band Refused schrieb Dennis Lyxzén in den 90ern Musikgeschichte. Acht höchst politische Alben zählt die Diskografie der Band mittlerweile. Bei ihren Konzerten erzählt der Schwede regelmäßig die Geschichte, wie er als Außenseiter nicht nur musikalisch einen Zufluchtsort im Hardcore-Genre fand, sondern dort auch seine Ideale teilen konnte. Während sie auf ihrer ersten Demo noch Songs von AC/DC und den Gorilla-Biscuits coverten, entstanden nur wenig später auf ihren Alben regelrechte Hymnen für eine freie, antikapitalistische Welt. Mit dem ersten Album „This Just Might Be … The Truth“ stellten sie sich an die Spitze der Hardcore-Szene und aus dem ehemaligen Zufluchtsort wurde eine boomende Bewegung, die die Grenzen Skandinaviens schnell hinter sich ließ. Bis 1998 sollte die erste Ära von Refused andauern, in der sie ihrem Publikum ein Manifest nach dem anderen lieferten. Ganze sechs Alben erschienen in nur 4 Jahren, allen voran „The Shape Of Punk To Come“ – ein Album, welches das gesamte Punk-Genre maßgeblich prägte. Nach einer siebenwöchigen Tour in Nordamerika, gaben Refused schließlich ihre Auflösung bekannt. Auslöser war nicht nur die intensive Schaffenshase, die ihr Wirkung auf die Bandmitglieder zeigte, sondern auch der massive Erfolg, den sie in dem Ausmaß nicht mehr mit ihrem politischen Aktivismus und Idealen vereinen konnten. Außerdem zeigten sie sich resigniert, trotz der großen Reichweite, politisch nur wenig zu bewegen. Mit „Freedom“ meldeten sich Refused 2012 zurück und legten nur zwei Jahre später erneut eine Pause ein, um an neuen Songs zu arbeiten.

Refused – War Music

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Fünf Jahre später liefern Refused mit „War Music“ nun ihr zweites Comeback. Während sie auf „Freedom“ ihre politischen Inhalte in verschachtelten Texten zum Ausdruck brachten, entstand mit „War Music“ ein Album, das schon im Titel die klare Haltung der Band deutlich kommuniziert. Auf 10 Song kämpfen sie ihren Kampf gegen den Kapitalismus und die globalen Auswirkungen unerbittlich. Dass sie damit einen klaren Kontrast zum vorhergehenden Album setzen war ihnen nicht bewusst: „Es war ein Zufall, aber ein guter Zufall.“ Auch in der Produktion entschieden sie sich für einen gegensätzlichen Weg. Anstatt erneut mit einem großen Studio zusammen zu arbeiten, stellte sich die Band auf „War Music“ selbst dieser Aufgabe. Es war ein langer, mühsamer Weg, bis das Endresultat stand, da sie die Lieder nicht gemeinsam in den Studios einspielten, sondern die Songs aus vielen einzelnen Teilen zusammenkamen. In den direkten Texten spricht Dennis über dieselben Themen, wie auf den ersten Alben, doch das Publikum hat sich stark verändert. Gerade durch den politischen Aktivismus, den Refused in ihren Songs aufbringen, finden sie nicht mehr nur Zustimmung in einer Nische, sondern in großen Teilen der Bevölkerung und der Jugend.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.