Turbostaat im Videointerview: „Dieses grundsätzliche Gefühl, dass man fehl am Platz ist, hat man immer“
Die Band Turbostaat ist nach wie vor eine Rarität. Seit über 20 Jahren bleibt die Gruppe sich und ihrem Post-Punk treu, veröffentlicht beharrlich Alben, spielt unzählige Konzerte und Stilanpassungen geschehen immer mit dem nötigen Fingerspitzengefühl – wer Turbostaat mag, bekommt eben auch Turbostaat. Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat man sich so eine beachtliche Fanbase erspielt, die sowohl im kleinen Jugendhaus, als auch in großen Hallen zu den Konzerten strömt. Überhaupt pflegen die Musiker auch eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Fangemeinde. Mit dieser stehen sie lieber auf Augenhöhe und bedanken sich nach jedem Konzert für die Treue, anstatt sich als unantastbare Stars zu präsentieren. Es entsteht eine Gemeinschaft von Menschen, die sich in der gleichen Musik aufgehoben fühlen. Am 17. Januar 2020 veröffentlichen Turbostaat nun ihr neues Album „Uthlande“. Der Begriff Uthlande bezeichnet im Plattdeutschen die vor der nordfriesischen Küste vorgelagerten Inseln, Halligen und Marschen und kann auch als „Außenlande“ übersetzt werden. Und wer die Band Turbostaat kennt, der weiß, dass ein neues Album in gewisser Weise immer eine Zäsur darstellt. Turbostaat bewegen sich mit ihrem Sound und ihren Texten auf einem derart hohen Level, dass man ihnen nahezu immer das Prädikat „exzellent“ bescheinigen kann. So verhält es sich auch mit der neusten Platte „Uthlande“. Auf ihrem siebten Album wagt die Band einen Blick in die Vergangenheit und manifestiert diese in Songs über das „Alleinsein“, Außenseitertum und Beharrlichkeit. Turbostaat schaffen es mit „Uthlande“, ihre Essenz zu destillieren und so ist es kaum verwunderlich, dass Bezüge zur Küste, Dunkelheit und Eindringlichkeit eine wesentliche Rolle spielen. Stücke wie „Brockengeist“ oder „Stormi“ stellen dazu eine solche Eingängigkeit unter Beweis, dass man auf der Stelle mitsingen möchte. Im Interview sprechen zwei Drittel der Band über den Weg zum neuen Album, die Themen und stellen letztendlich fest, dass eine Welt ohne Turbostaat irgendwie kaum vorstellbar wäre. Kann man unterschreiben.
Turbostaat – Ein schönes Blau
Turbostaat „Rattenlinie Nord“ Tour – präsentiert von DIFFUS:
13.02.20 – Jena, Kassablanca 14.02.20 – Köln, Kantine 15.02.20 – Mainz, Kuz 19.02.20 – Hamburg, Markthalle 20.02.20 – Berlin, Festsaal Kreuzberg (Zusatzkonzert) 21.02.20 – Berlin, Festsaal Kreuzberg (ausverkauft) 22.02.20 – Dresden, Tante Ju 03.04.20 – Bremen, Schlachthof 04.04.20 – Düsseldorf, Zakk 05.04.20 – Aschaffenburg, Colosaal 07.04.20 – Marburg – Kfz 08.04.20 – Wien, Werk 10.04.20 – Leipzig, Conne Island 11.04.20 – Rostock, M.A.U. Club 30.10.20 – Hannover, Capitol 31.10.20 – Münster, Sputnikhalle
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.