Voodoo Jürgens im Videointerview: Zwischen Wiener Beisl-Liedern und Moritatengesang
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Das Lied „Heite grob ma Tote aus“ bescherte dem Wiener Sänger und Songschreiber Voodoo Jürgensauch über die Grenzen seiner Heimatstadt hinweg großen Erfolg. Als der Song im Sommer 2016 erscheint, gilt David Öllerer, der zuvor bereits zehn Jahre lang bei der Indieband Die Eternias in englischer Sprache sang, schnell als neuer Star des Wienerlieds. Was Voodoo Jürgens auf seinem Debütalbum Ansa Woar („Einserware“) präsentiert, lässt sich dabei keinesfalls mit dem Begriff Austro-Pop beschreiben, vielmehr sind seine Stücke vom Milieu der bodenständigen Wirtshäuser („Beisln“) inspiriert. In unserem Interview beim Kosmonaut Festival 2017erklärt Voodoo Jürgens, dass er nie den Ansatz verfolgt habe, dass seine Musik modern klingen solle. „Ich habe gemerkt, dass der Wiener Spruch ausstirbt. Ich kenne ihn aber noch, weil er auch von meinen Eltern gesprochen wurde. Ich wollte das ein bisschen aufleben lassen. Es ist natürlich nicht so, dass in Wien überall Leierkästen stehen und die Leute auf der Straße singen, aber gerade in den Arbeiterbezirken findet man immer noch einen starken Dialekt. Es zieht sich durch alle Schichten, dass es verpöhnt ist im Dialekt zu reden. Deswegen ist es gut, wenn es jetzt mal einen Gegenpol dazu gibt.“ Es sei ihm leichter gefallen, seine morbiden, frechen und oftmals witzigen Songs auch in Deutschland bekannter zu machen, weil Musik aus Österreich derzeit so beliebt ist. „Mir geht es aber ein bisschen auf die Nerven, dieses Österreich-Ding immer hervorzuheben. Ich singe in der Sprache in der ich denke, das ist einfach logisch. Mit diesem Patriotismus kann ich gar nichts anfangen.“ Im Videointerview erzählt Voodoo Jürgens außerdem, wie seine Musik in Deutschland aufgenommen wird und wie seine weiteren Pläne für dieses Jahr aussehen.
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