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Volle Solidarität mit der LGBTQIA+ Community und noch ein paar andere Themen

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Hallo zusammen!

Was schreibt man nach so einem Wochenende? Vor allem zuerst einmal das: Volle Solidarität mit der LGBTQIA+ Community, herzliches Beileid allen Angehörigen und Freund:innen der Opfer und Verletzten, allen Verletzten eine baldige Genesung und allergrößten Respekt an alle, die dafür sorgten, dass beim CSD in Berlin nach dem Attentat am Samstag keine Panik ausbrach und allen, die am Sonntag die Kraft zeigten, wieder auf die Straße zu gehen und gemeinsam zu trauern.
Und eigentlich wollen wir es bei diesen Worten zum Einstieg auch belassen. Wir haben eh schon wieder zu viel Zeit im Internet verbracht, wo rechte Stimmen nicht mal warten konnten, bis die offizielle Zahl der Opfer bekannt wurde, bevor sie dem Ganzen wieder ihren gewohnten Spin gaben. Da sprechen dann meistens Leute, die seit Jahren sehr konkret daran arbeiten, dass queeres Leben schwieriger und gefährlicher wird. Leute, wie dieser Typ hier, die sich noch vor Jahren in ihrer rechten Bubble darüber lustig machten, dass die Taliban kurz nach Bekanntgabe der ersten Pride-Parade in Kabul in die Stadt einmarschiert sind.

Ihr wisst, was von diesen Typen zu halten ist. Und ihr wisst, dass radikale Islamisten, wie der mutmaßliche Täter einer war, mit ihren Taten genau diese Leute groß machen wollen.

Viel Kraft für die nächsten Tage, in denen es nicht nur um Traumabewältigung und Trauer geht – sondern auch um Haltung und Deutungshoheit.

Apsilon: Wie schnell muss ich rennen, damit die Sonne nie untergeht?

Mit „Glanz Null“ veröffentlicht Apsilon sein zweites Album und setzt die Geschichte fort, die er mit „Haut wie Pelz“ begonnen hat – allerdings aus einer neuen Perspektive. Im neuen DIFFUS-Interview spricht der Berliner Rapper darüber, wie er dem Druck des zweiten Albums begegnet, warum ihn die Suche nach dem verlorenen „Glanz“ beschäftigt und weshalb Nostalgie für ihn mehr ist als bloße Sehnsucht nach der Vergangenheit. Außerdem gibt Apsilon Einblicke in den Entstehungsprozess von Songs wie „Sommermärchen“, erzählt von der Arbeit mit Features wie Ikkimel, Berq und Summer Cem und erklärt, warum seine COLORS-Session für ihn ein langgehegter Traum ist.

Unsere Lieblingssongs in dieser Woche

Entschuldigt, dass unser sonst mal gerne euphorischer Ton hier, diesmal etwas gedimmter daherkommt. Ihr wisst ja, woran das liegt. Ändert aber zum Glück nichts an der Qualität der hier folgenden Songs. In „Kältewarnung“ verbinden schluma komplizierte Beziehungsmuster mit kantigem Indie und einer melancholischen Direktheit, die lange nachwirkt. Auf „i deserve better.“verabschiedet sich Bella Kay von einer toxischen Beziehung. Mit atmosphärischen Gitarren, verletzlichem Songwriting und der Erkenntnis, mehr verdient zu haben. Mit „Wohnung“ verwandeln Temmis die Wut über steigende Mieten und verdrängte Stadtbewohner:innen in einen schnellen Post-Punk-Track mit Systemkritik, Kontrollverlust und Moshpitpotential. Ash verbindet deutschsprachigen Pop mit elektronischen, clubnahen Produktionen – deshalb ist sie nicht zu verwechseln mit der britischen Gitarrenband gleichen Namens. „Jean Paul Gaultier“ ist ein schöner, luftiger Popsong über Düfte, Erinnerungen und sommerliche Nähe. Mit „Allderscheiß“ kanalisiert Streichelt den Frust über den täglichen Nachrichtenstrom – und trifft damit nicht nur heute unseren Nerv. Last but not least: Die immer groß klingende Uche Yara erzählt von gesellschaftlicher Abstumpfung und Empathielosigkeit in ihrer neuen Single

Album der Woche: Charli xcx – Music, Fashion, Film

„Rock Musik“ ist es nun doch nicht so richtig geworden, aber das hat Charli xcx nach der Furore um ihr neues Album auch schon selbst klargestellt. Mit „Music, Fashion, Film“ setzt sie nach ihrem Gothic-inspirierten „Wuthering Heights“-Soundtrack auf reduzierte Arrangements, Gitarren und 2000er-Indie-Sleaze. Statt eines radikalen Neuanfangs klingt das Projekt dabei wie eine Rückkehr zu früheren, melancholischeren Momenten. Inhaltlich zeigt sie sich verletzlich, reflektiert ihre Persona und teilt ihre Erfahrungen als Frau in der Musikindustrie. So wird „Music, Fashion, Film“ ein weiteres Album, das ihren Pop-Sound authentisch und abseits des Hypes weiterführt.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.