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“Was weißt du von Polizeikontrollen?” – OG Keemo gibt uns im Musikvideo zu “216” einen Einblick in seine Realität

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Rap kommt 2019 nicht nur aus Berlin oder Bietigheim-Bissingen, sondern dank Rapper OG Keemo und seinem Produzenten Funkvater Frank auch aus Mannheim. Die Beiden ergänzen sich mit ihrem kreativen Input und schmieden an einem Sound-Entwurf zwischen Trap und nostalgischen East Coast-Sounds. Dabei strotzt jede Zeile von roher Straßen-Authentizität, aber im neuen Musikvideo zu “216” kombiniert OG Keemo diese Realness mit einem Inhalt, der die Kehle zuschnürt. Schwarz-Weiß startet das neue Video, mit OG Keemo in Parade-Uniform, in der Ferne irgendwo gedämpfte 808-Bässe und ein unheilbringendes E-Piano. Keemo erzählt von Zulu, von Stolz, von Herkunft und den Problemen, die dieses Erbe mit sich bringt. Wie um das zu unterstreichen wird er im Video weggezerrt, ihm wird die Uniform vom Körper gerissen, stattdessen gibt es schwere Ketten um den Hals und schwarze Bemalung im Gesicht. Keemo wird weitergeführt und scheppernde Drums und knisterndes Rauschen begleiten ihn. So richtig will der Beat nie einsetzen, als wollte er Keemo bei seiner eindringlichen Erzählung über Martin Luther King und Nelson Mandela nicht stören.

OG Keemo – 216

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Der Track richtet sich nicht nur gegen Gewalt von Oben, von Polizei und Regierung, sondern auch gegen alle, die Keemos Hautfarbe teilen und trotzdem mit Anpassung und Unterwürfigkeit ein Teil des Problems werden. OG Keemo dagegen ist stolz und ungebrochen, während er im Video auf sein Todesurteil hingeführt wird. Er starrt eindringlich in die Kamera, das E-Piano bleibt auf einer Note hängen und dann schließt sich die Schlinge um den Hals. Während Funktvater Frank den Beat wie in einem Horror-Film aufheulen lässt, bleibt eine eindringliche Botschaft: OG Keemo trägt keine Ketten, außer sie werden ihm angelegt.

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