YAENNIVER: „Ich ficke jeden!“
Im August meldete sich die Jennifer Rostock-Sängerin Jennifer Weist zurück und gab mit dem Song „Intro“ ihr Solodebüt. Aber nicht nur das, denn mit der Entscheidung nun ohne Band unterwegs zu sein, hat sich Jennifer Weist auch einen neuen Namen zugelegt: YAENNIVER.
Inzwischen ist außerdem bekannt, dass im Februar 2022 ihr erstes Soloalbum „Nackt“ erscheinen wird, auf dem uns – wie bisherige Singleveröffentlichungen bereits ankündigten – kompromisslose Direktheit erwarten wird. Genau diese Direktheit offenbarte YAENNIVER bereits in „Intro“, ihrer „In-Die Fresse-Hier-Bin-Ich“-Rap-Single, mit der sie ihr Revier als Solokünstlerin im Musikgeschäft markierte.
YAENNIVER – Intro
Heute gibt es mit dem Song „Ich ficke jeden“ einen weiteren Vorgeschmack auf ihre Soloplatte, in dem sich die Musikerin gewohnt aussagekräftig und schonungslos äußert. „Ich ficke jeden“ steht nämlich nicht, wie man vielleicht zuerst vermuten könnte, dafür, dass YAENNIVER vorhat, alles und jeden fertigzumachen, sondern wortwörtlich für sehr viel Sexpositivität und Feminismus.
In den Lyrics macht sie deutlich, dass in der Liebe und beim Sex eines wirklich wichtig ist: „Ich ficke jeden / Es gibt nur die eine Regel: Es hat keiner was dagegen.“ Damit spielt sie sowohl auf die Einvernehmlichkeit beim Sex, aber natürlich auch darauf an, dass gerade Frauen sich häufig dafür rechtfertigen müssen, mit wem und wann sie wie oft schlafen, während es bei Männern oft fast schon als Trumpf gewertet wird, eine hohe Anzahl an Sexpartner:innen zu haben.
YAENNIVER – Ich ficke jeden
Mit ihrem positiven und toleranten Ansatz und auch dem musikalischen Vibe her, erinnert „Ich ficke jeden“ zeitweise auch an „Creamy“ oder „Dichter“ von Layla. Die in Berlin lebenden Rapperin steht mit ihrer Person und auch mit ihrer Musik ebenfalls für sehr viel Sexpositivität und Feminismus.
Layla – Creamy
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