Yummy: Justin Bieber veröffentlicht erste Single seit vier Jahren
Ganze vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Justin Bieber sich mit dem Album „Purpose“ von seinen musikalischen Anfängen abnabelte und mit Songs wie „Sorry“ oder „Love Yourself“ noch größere Erfolge feiert als jemals zuvor. Mit zahlreichen Grammy-Nominierungen und Charterfolgen nahm sich der Kanadier nach besagtem Album aber erst einmal Zeit für sich. Es gab zwar vereinzelte Features und Projekte, wie seine Kooperation mit Ed Sheeran oder die Version zu „Bad Guy“, die er gemeinsam mit Shootingstar Billy Eilish veröffentlichte, doch musikalisch war es in den vergangenen vier Jahren eher still um Bieber. Trotz dieser kleinen Leckerbissen fieberte die große Fan-Schar also einem neuen Album entgegen. Mit „Yummy“ werden die Hoffnungen nun endlich erfüllt, denn die brandneue Single ist gleichzeitig auch der erste Vorbote des fünften Studio-Albums, das 2020 erscheinen wird.
Justin Bieber – Yummy
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In zarten Pastelltönen geisterten bereits erste Visuals zu dem Song durch das Netz. Innerhalb eines Tages erreichte das schlichte Lyric-Video zu „Yummy“ über zwei Millionen Aufrufe auf YouTube und wird positiv aufgefasst. Die Single baut die R’n’B-Facette des Sängers weiter aus und er tänzelt locker in einem Singsang über satte, gedämpfte Sounds. Ähnlich wie wir es schon von Drake oder Rihanna kennen, gibt sich Justin Bieber einem rhythmischen Gesang hin, der mit Rap liebäugelt, aber dennoch durch vereinzelte Schnörkel und viel Ausdruck in zurückgelehnten, seichten Melodien mündet. Im Video sitzt Justin an einer üppig gedeckten Tafel in einem luxuriösen Restaurant. Das große Dinner endet in Tanzszenen und nachdem sich zahlreiche Leute an den Tisch des Musikers gesellten, verbleibt er am Ende in einem fast leeren Raum. Die zahlreichen EDM-Parts, die „Purpose“ ausmachten, erscheinen in der neuen Single sehr zurückgenommen und die elektronische Begleitung verschwindet hinter der sehr präsenten Stimme Biebers, die im Mittelpunkt des Songs steht.„Yummy“ ist jedoch nur der erste Schritt, den Justin Bieber in diesem Jahr tut. Neben dem bereits angekündigten Album, hat „JB“ auch einen Trailer zu einer zehnteiligen Doku-Serie veröffentlicht, in der nicht nur hinter die Kulissen des fünften Albums geblickt werden soll, sondern auch einiges aus der Vergangenheit offenbart wird.
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Denn bei all den Erfolgen erfährt kaum ein Popmusiker so viel Gegenwind wie Justin Bieber. Seitdem er als Teenager an den Start ging, überschlugen sich die Ereignisse. In kürzester Zeit sah sich der Jugendliche kreischenden Fan-Massen gegenüberstehen, die nicht nur die Musik, sondern auch den Jungen verehrten. Neben dem Erwachsenwerden musste sich Justin Bieber auch musikalisch mehrfach neu erfinden, denn während er als Teenager noch kraftvoll und problemlos mit seiner Stimme in die hohen Lagen kletterte, musste er sich während und nach seinem Stimmbruch lange zurück zu dieser Stimmfarbe kämpfen – Prozesse, die nie unkommentiert blieben. Wie viele Kinderstars war auch Justin Biebers Entwicklung mit mehreren Skandalen gespickt und auch in der musikalischen Pause richtete die iternationale Presse stets ein neugieriges Auge auf den Musiker. Diese polarisierende Medienpräsenz wird nicht zuletzt Grund für die lange Pause gewesen sein und einen Teil dazu beigetragen haben, dass Justin Bieber mit Depressionen zu kämpfen hatte und sich dieser Aufgabe auch noch immer täglich stellen muss.
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Die Themen, die Justin Bieber in den letzten Jahren immer wieder mit seinem Publikum teilte, sind also nicht mehr nur von der Gefühlswelt eines Heranwachsenden geprägt und geben die Faszination der rauschenden Popwelt wieder, sondern haben auch ernste und verletzliche Seiten den Musikers offen gelegt. Darüber wird er wohl auch auf dem neuen Album und der Dokumentation sprechen, und sein künstlerisches Schaffen wird sich vermutlich um jenen Kampf drehen und deutet damit nicht nur einen thematisch sondern auch einen klanglichen Wandel an.
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