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Zehn Songs für eure Herbst-Playlist

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Bon Iver – Faith

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Es gibt wohl kaum eine Herbst Playlist auf der kein Song von Bon Iver zu finden ist – und das zu recht. Das Projekt um Singer-Songwriter Justin Vernon versteht es wie keine andere Band seine Zuhörerschaft im Bruchteil weniger Sekunden in den perfekten Herbst-Modus zu versetzen. Sanfte Gitarren, orchestrale Sounds und Synthesizer-Elementen verweben sich mit Vernons warmer, gefühlvoller Stimme zu einem kräftigen Sound. So auch auf dem Song „Faith“, der auf dem Anfang August erschienenen Album „i,i“ zu finden ist. Passend zum Herbst beginnt darauf eine Zeit des Wandels, der Einkehr und der Selbstreflexion. Als Teil letzterer setzt sich „Faith“ mit dem Thema Glaube im spirituellen als auch im persönlichen Sinne auseinander. Der Track beginnt mit einem Intro aus Akustik-Gitarren und leichten Synths, geht dann in einen energiegeladenen Gesang über und endet schließlich in einem sanften Outro.

Oehl – Tausend Formen

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Sänger Ariel Oehl und Multiinstrumentalist Hjörtur Hjörleifsson gründeten Oehl nachdem sie sich auf einer Party in Salzburg kennenlernten und den Werdegang des anderen zuerst aus der Ferne beobachteten. Als Fundament des einzigartigen Sounds des Duos dienen die nachdenklichen Lyrics, die in einem Gerüst aus tanzbaren Rhythmen daherkommen. Auch beim Song „Tausend Formen“ trifft diese lyrische Schwermut auf eine musikalische Leichtigkeit. Thematisch behandelt der Track die Höhen und Tiefen des Lebens und versucht dabei eine Balance zu finden. Die ruhige, zurückgenommene Instrumentalisierung bietet genug Raum, um den Lyrics ganz genau zuzuhören und sich in eigenen Gedanken zu verlieren.

Girl in Red – watch you sleep

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Kaum ein musikalisches Genre schreit mehr Herbst als Bedroom-Pop. Denn die Musik entsteht genau dort, wo wir uns an kalten, regnerischen Tagen am liebsten den ganzen Tag verkriechen würden – im eigenen Schlafzimmer. An diesem Ort begann auch die Karriere von Marie Ulven alias Girl in Red. Seit 2017 schreibt die Norwegerin in ihren eigenen vier Wänden nicht nur ihre Texte, sondern nimmt die Songs auch auf und mixt sie anschließend selbst. Ihr verträumter Sound gibt intime Einblicke in die verletzliche Gefühls- und Gedankenwelt der 20-Jährigen. Einer ihrer emotionalsten Songs ist wohl der Track „watch you sleep“, der auf ihrer zweiten EP „Chapter 2“ Anfang September erschienen ist und uns in schillernde Piano-Sounds und hallende Vocals hüllt.

Anger – Fake

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Das aus Wien stammende Duo Anger, bestehend aus Nora Pider und Julian Angerer zeigt mit ihrer Musik, dass sie nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch perfekt harmonieren. Ihr psychedelischer Dream-Pop mit sphärischen Synths und verträumten Gitarrenriffs ist vor allem eins – gefühlvoll. Dies zeigt sich besonders auf dem Song „Fake“, mit dem Anger ihr vor kurzem erschienenes Debütalbum ruhig ausklingen lassen. Über die sanfte Akustik-Gitarren kommen die Stimmen der beiden Sänger und der stilvolle Einsatz des Auto-Tune besonders gut zur Geltung. Das Ergebnis davon ist eine fast schon andächtige Stimmung.

Rex Orange County – Corduroy Dreams

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Dass nicht nur Frauen Bedroom-Pop können, sondern auch Männer, beweist der 21-jährige Singer-Songwriter Alex O’Conner, der hinter dem etwas unhandlichen Namen Rex Orange County steckt. Sein Sound schwankt zwischen modernem Jazz, Soul und Hip-Hop und driftet dabei immer wieder in den bereits erwähnten Bedroom-Pop ab. Noch während Alex zur Schule ging, begann er an seinem Debütalbum „Bcos U Will Never B Free“ zu arbeiten, welches im Jahr 2016 erschien. Darauf findet sich auch der Song „Corduroy Dreams“, der mit einer schlichten Akustik-Gitarren Melodie überzeugt, durch die die markanten Stimme des Sängers perfekt zur Geltung kommt.

Tua – Früh genug

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Aber auch Rap passt durchaus in die herbstliche Jahreszeit. Bestes Beispiel dafür ist Tua mit seinem Song „Früh genug“. Dass er nicht nur den sarkastischen Rap-Stil der HipHop-Crew Die Orsons beherrscht, sondern auch anders kann, zeigte der Rapper bereits 2010 auf dem Album „Grau“. Zuletzt veröffentlichte Tua die beiden Singles „Legenden“ und „Früh genug“. Auf letzterem zeigt er seine weiche Seite. Mit sanfter, gefühlvoller Stimme und über seichte Rhythmen hinweg, singt er darüber, noch etwas mehr Zeit mit einer geliebten Person verbringen zu wollen.

Lil Halima – Hold Me

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Die Eltern der Newcomerin Lil Halima kommen zum Teil aus Norwegen, zum Teil aus Kenia und vielleicht wurden mit diesen Einflüssen bereits die Weichen gestellt für den warmen R&B-Pop, den die Sängerin heute macht. Die Beats, auf denen sie mal kräftig, mal mit zarter Kopfstimme singt, sind gekonnt eingängig, aber immer ein paar exotische Elemente vom Mainstream entfernt. Mit dem Song „Hold me“, der auf der am Anfang des Jahres veröffentlichten EP „For The Dark Days“ erschienen ist, zeigt die Sängerin ihre ruhige Seite – natürlich nicht ohne ihren typischen, experimentellen Twist einzubauen.

Provinz – Reicht dir das

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Mit gefühlvollem Text, der kratzigen Stimme von Sänger Vincent und den sanften Klängen von Violinen und Piano schaffen es Provinz ihren ganz eigenen und sehr besonderen Stil zu kreieren. Das Quartett aus der Nähe von Ravensburg zeigt, dass Folk-Pop sehr wohl auf deutsch funktionieren kann. Bestes Beispiel dafür ist der Track „Reicht dir das“, der kaum roher und ungekünstelter daherkommen könnte. Dabei handelt der Song von den zwiespältigen Gefühlen, die man hat, wenn man in einer Beziehung steckt, die einem eigentlich nicht mehr viel bedeutet. Man fühlt sich hin und her gerissen und weiß nicht, wie man sich verhalten soll. Schluss machen und den früheren geliebten Menschen verletzen oder zusammen bleiben und in der Beziehung feststecken?

Mimi Bay – Really

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Sie ist zarte 17 Jahre alt und kommt aus Schweden – viel mehr ist über die Singer-Songwriterin Mimi Bay nicht bekannt. Mehr braucht man aber auch nicht zu wissen, denn ihr gefühlvoller Bedroom-Pop spricht ganz für sich. Teils ist dieser verträumt und fast schon naiv, teils aber auch gnadenlos direkt. So auch auf dem Song „Really“, der im Juni diesen Jahres veröffentlicht wurde und mit dem Mimi Bay die Geschichte einer unerwiderten Liebe erzählt.

Max Herre ft. Joy Denalane – Das Wenigste

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Ebenso gefühlvoll ergänzen sich Max Herre und Joy Denalane mit „Das Wenigste“. Bereits 1999 lieferten die beiden mit „Mit Dir“ eines der eindringlichsten Liebeslieder der deutschen Pop-Geschichte. Damals war der Rapper auf der Suche nach einer passenden Duett-Partnerin und lernte dabei die Soul-und R’n’B-Sängerin nicht nur kennen, sondern auch lieben. In der Zwischenzeit sind gut zwanzig Jahre vergangen, in denen nicht nur im musikalischen, sondern vor allem auch im privaten Leben der beiden viel passiert ist. In „Das Wenigste“ geben die beiden einen ganz intimen Einblick in dieses Leben. Die Höhen und Tiefen dieser Liebesgeschichte werden in dem Song in eine ergreifende, schlichte Melodie gehüllt. Zusammen mit den unverblümten und schnörkellosen Lyrics entsteht ein zeitgenössischer Soul, der am Ende fast schon in Gospel abdriftet.

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