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Zum Greifen nahe – Oehl veröffentlichen ein Musikvideo zu „Wolken“

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„Da hinterm Herd wo jetzt kein Sofa mehr steht, konserviert sich kein Glück“– auch wenn der aktuelle Vorbote auf die im nächsten Jahr erscheinende Debüt-Platte „Über Nacht“ wesentlich tanzbarer und heiterer klingt, als so manch anderer Oehl-Song, inhaltlich verhandelt wird doch wieder das Thema Abschied. „Das Brot wird trocken, denn keiner isst’s. Das Wasser schwebt davon als Wolke“. Was bleibt, wenn keiner mehr bleibt? Nun ja, Überreste verdorbener Grundnahrungsmittel und nebliger Dunst. Stets bekanntes und geliebtes verändert seine Form bis zur Unkenntlichkeit und das Wandeln in den ehemaligen vier Wänden, kommt eher einem im Verirren im Labyrinth gleich. „Wolken“ ist damit schon der insgesamt fünfte Vorbote, der auf das Debüt im kommenden Januar hinweisen soll und fügt sich schlüssig in die bisherigen Single-Veröffentlichungen des Duos ein. Denn für Oehl gilt: Sämtliche Inhalte werden stets in sorgsam auserwählte Worte gepackt, die in behutsame Musik gebettet werden. Der Tag trifft auf die Nacht, Melancholie auf große Leichtigkeit, wie auch folgendes Zitat der Band treffend zusammenfasst: „Entgegen dem traurigen Text steht nicht nur fröhliche Musik sondern auch ein fröhliches Video. Eine mögliche Interpretation: Die Sorgen der Welt hängen als Wolken in der Luft und werden mittels Zaubermaschine in etwas Schönes, nämlich Musik umgewandelt.“

Oehl – Wolken

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