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Album der Woche: Doja Cat – Scarlet

Tagged: Doja Cat

In den letzten Wochen wurde viel über Doja Cat geredet. Dabei ging es fast immer um ihre Person und nur selten um ihre Musik – aber spätestens zum Release ihres neuen Albums „Scarlet“ sollte man diese endlich mal in den Fokus nehmen. Doja Cats viertes Projekt ist ein besonderes, weil sie direkt zu dessen Ankündigung ihren übrigen Katalog in den Dreck zog. Ab jetzt sei es vorbei mit dem „mittelmäßigen Pop“, ihr nächstes Album werde straighter Rap-Sound. Hielten viele diese Aussage damals noch für einen daher gesagten Spruch, ist jetzt klar, dass Doja Cat Ernst gemacht hat.

Auf „Scarlet“ ist sie zu jedem Zeitpunkt mehr Rapperin als Sängerin und lässt den Stil, der ihr milliardenfach gestreamte Hits wie „Woman“ oder „Kiss Me More“ eingebracht hat, links liegen. Stattdessen macht sie J. Cole und den Conscious-Rapper:innen drüben bei Top Dawg Entertainment Konkurrenz. Poppiger als auf dem Albumopener „Paint The Town Red“ wird es nicht, und selbst der gleicht einer Kriegserklärung – an alle, denen Dojas kurze Haare nicht passen, an alle, die in ihr eine Satanistin vermuten und überhaupt an alle, die sich das Maul über die sie zerreissen. Mit den vielen Kontroversen auf dem Weg zum neuen Album hat Doja Cat einen Teil ihrer Fanbase vergrault und ihr öffentliches Bild mit einer Abrissbirne klein gemacht. „Scarlet“ ist nun ein großes Stück Fundament von einem neuen Abbild ihrer selbst, einem dessen Gestalt Doja Cat selbst bestimmt, nach eigenen Vorstellungen – love it or hate it.

https://open.spotify.com/intl-de/album/6DmPNcfpkXBVRJsEIJY9tl?si=vST3AUTnS66seMehziuJtQ
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