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Album der Woche: Novaa – Super Novaa

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Als Supernova bezeichnet man das explosionsartige Verglühen eines Sterns, ein letztes Aufbäumen, bevor sein Licht erlischt. Ein bildgewaltige Referenz, die Novaa aber nicht willkürlich für den Titel ihres neuen, fünftes Albums ausgewählt hat. „Super Novaa“ handelt von dem Burnout, in dem sich die Sängerin und Produzentin nach einem halben Jahrzehnt in der Musikindustrie wiederfand. Man könnte nun meinen, dieser Zustand des emotionalen und physischen Zusammenbruchs müsste tosend laut und misstönend klingen, oder nervös und hektisch. Aber die Realität sieht anders aus.

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Doppelter Boden

„Super Novaa“ klingt nach glatt produziertem, aber durchaus detaillierten Alternative-Pop und hat neben einigen berührenden Balladen auch ein paar richtige Ohrwurm-Bops parat. Hinter diesem wolkenlosen Himmel versteckt sich allerdings ein rumorendes Unwetter: In ihren Lyrics spricht Novaa Missstände und Erfahrungen in der Branche mit einer Unmissverständlichkeit an, zu der sich nur die allerwenigsten trauen. Besonders explizit wird das auf dem Song „I’ll Quit Music“: „I see my abuser at your party / I guess I’ll just go home while he is striking deals / I could call him out, but then he will sue me / I guess this is how the world will be ending“.

Ein Safe Space im Haifischbecken

Novaas Antwort auf die Zustände, die in der Industrie herrschen, hat sie jahrelang mit Bedacht ausgewählt: Ein Umfeld, in dem man sich gegenseitig unterstützt und sich den nötigen Safe Space gibt. Diesen Freund:innenkreis hört man auch auf „Super Novaa“ als Features: KeKe, Lie Ning, Mulay, Louane, Red Moon, Ayelle, Emily Roberts und Nahir Francis.

Man kann nur hoffen, dass diese Menschen für Novaa Grund genug sind, nicht ganz die Hoffnung zu verlieren angesichts von so viel Frust und Resignation. Denn die deutsche Musikbranche braucht Persönlichkeiten wie sie und Alben wie „Super Novaa“ – heute vielleicht dringender als je zuvor.

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