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Album der Woche: Sofia Kourtesis – Madres

Tagged: Sofia Kourtesis

Das langerwartete Debüt-Album der aus Lima stammenden und in Berlin lebenden Sofia Kourtesis ist letzten Freitag erschienen. „Madres“ ist spanisch für „Mütter“ und mit Blick auf Sofias Leben hat dieser Titel eine ganz besondere Bedeutung für sie. Ihre Mutter wurde nämlich mit Krebs diagnostiziert und sie reiste während ihrer Tour immer wieder nach Peru, um ihre Mutter besuchen zu können. Aus Verzweiflung heraus, postete sie einen Ausschnitt des Songs „Madres“ auf Instagram mit der Hoffnung mit dem Hirnchirurgen Dr. Peter Vajkoczy in Kontakt zu kommen. Sie hatte Glück, der Chirurg meldete sich, operierte ihre Mutter und verlängerte so ihr Leben. Als Dank widmete sie ihm den Song „Vajkoczy“ und lud ihn und seine Kolleg:innen zu einer Party im Berghain ein.

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Die Hoffnung, die Sofia Kourtesis durch die erfolgreiche Operation ihrer Mutter bekommen hat, zieht sich klanglich durch das Album. Auf „Madres“ zeigt Sofia, wie geschickt sie die elektronische Musik ihrer Wahlheimat Berlin mit der Musik ihres Herkunftslands Peru verschmelzen lassen kann. Auf „Madres“ existieren lateinamerikanische Percussions und spanische Vocals nicht nur parallel zu den House-Beats und warmem Synthie-Flächen, diese Welten sind hier eng verwachsen. Das Ergebnis könnte eines der schönsten Dance-Alben des Jahres sein.

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