Album der Woche: Taylor Swift – The Tortured Poets Department
Mit „The Tortured Poets Department“ von Taylor Swift ist am Freitag das wohl am meisten und kontroversesten diskutierte Album des Jahres 2024 erschienen. Und dass, obwohl das Werk kaum lange genug draußen ist, um die 31 (!) Songs durchzuhören, geschweige denn, sich eine dezidierte Meinung dazuzubilden.
Denn statt einem hat Taylor gleich zwei Alben veröffentlicht, wie treue Swifties dank auf Hochtouren laufender PR-Maschinerie bereits vorab vermutet haben. Doch alle Easter Eggs und Theorien gemeinsam konnten immer noch nicht ansatzweise die Vielschichtigkeit umfassen, mit der uns „TTPD“ lyrisch umhaut. Taylor Swift brilliert– wieder einmal – in der Kunst, aus autobiografischen Details eine überlebensgroße Lore zu weben – ein Skill, den sie in den letzten Jahren ziemlich perfektioniert hat.
Musikalisch ist „TTPD“ eine organische Weiterentwicklung von „Midnights“ im Taylor-typischen Antonoff-Sound und erinnert mit seiner inneren Ruhe zwischenzeitlich an „Folklore“ und „Evermore“. Features gibt’s von Florence & the Machine und Post Malone, die gemeinsam mit Taylor die Trennung von ihrem langjährigen Freund Joe Alwyn verarbeiten, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Ein bisschen fühlt sich „TTPD , was übrigens auch Taylors elftes Album ist, an, als müsste man nach Schätzen graben – je tiefer und geduldiger man sucht, desto mehr Referenzen und Anspielungen findet man.
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