DIFFUS

Christmas Party, Vienna Calling & Tiere

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Hallo zusammen!

In der vergangenen Woche haben wir uns einen Vermerk für diesen Newsletter gemacht: „Nicht schon wieder zynisch und / oder depressiv-überfordert über Politik und Musikbranchendinge ranten!“ Das wollen wir uns heute zu Herzen nehmen. Wir wissen zwar, dass einige von euch genau diese Rants manchmal ganz gerne lesen. Aber es ist halt eben nicht alles scheiße. Im Gegenteil. Dieses Musikding, das uns und unser Magazin auch in miesen Zeiten am Leben hält, ist ja vor allem eine positive Kraft. Und die wollen wir heute mal kurz highlighten.

Am frühen Mittwochabend feierten wir zum Beispiel unsere DIFFUS Christmas Party: Der harte Kern und die aktuelle Prakti-Generation speisten ganz wundervoll an einer in unserer Küche aufgebauten, kleinen Tafel. Es lief gute Musik. Es gab ein Popquiz. Goodie-Bags mit persönlichen Dankesworten. Ab 21 Uhr kamen dann auch die Freund:innen des Hauses dazu und wir schwebten mit einem warmen Buzz der Zufriedenheit durch die nächsten Stunden. Als wir uns später einmal umblickten, dachten wir kurz und etwas selbstbesoffen: „Was für eine tolle Gang! Hier gehören wir hin!“

In der Woche beschäftigen wir uns außerdem etwas intensiver mit der Pop-Bilanz des Jahres. An „Spotify Wrapped“ kommt halt niemand vorbei. Man muss das nicht gut finden, auch mit Blick auf die Konzern-Politik des Streamingdienstes, aber am Ende amüsierte man sich doch ein bisschen, dass der älteste Redakteur des Ladens laut Spotify-Auswertung Musik höre wie ein 17-jähriger, und der weitaus jüngere Kollege wie ein 57-jähriger. Spannender und nachhaltiger war für uns aber die Erkenntnis, wie viele wirklich gute Songs veröffentlicht wurden. Und das ist ja das Schöne am Ende eines weiteren Popjahres: Man packt sich all die Banger noch einmal in eine Playlist und hört in voller Lautstärke musikalische Meilensteine wie zum Beispiel Rosalías „Berghain“ oder „Shabab(e)s im VIP“ von Pashanim und Ceren.

Last but not least filmten wir einen kleinen, persönlichen Jahresrückblick mit dem Redaktionsteam, bei dem sich jede und jeder zum Beispiel an obskure Meldungen, Hypes des Jahres oder besonders intensive Konzertmomente erinnerte (die Videos dazu findet ihr zwischen den Jahren auf unserer Website). Der Autor dieser Zeilen wird euch in einem Video von der Ethel-Cain-Tour erzählen und von einem ihrer Konzerte berichten, bei dem sie den Song „Sun Bleach Flies“ spielte – was sie nicht oft tut. Allein der Moment, als Ethel wie eine diabolische Südstaaten-Predigerin auf der fantastisch dekorierten Bühne stand, das Mikro in Richtung Publikum hielt und alle die Zeile sagen: „God loves you, but not enough to save you / So, baby girl, good luck taking care of yourself“… Hach, das war so schön, man hätte in diesem Moment zufrieden sterben können.

Vienna Calling: LAVENDER, Yosho, Sadi und Fanny im Portrait

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Sommer in Wien? Schon Ernst Palicek wusste, dass das ausgezeichnet matcht! Wir haben uns vor einigen Wochen, als man noch im T-Shirt rauskonnte, auf den Weg in die österreichische Hauptstadt gemacht, um gleich vier aufstrebende Newcomer:innen beim Camp der Agentur Bad Company über die Schulter zu blicken. Veranstaltet wurde das Get-together in Zusammenarbeit mit Motor Music und der GEMA und brachte an einem Wochenende über 40 Artists und Producer:innen zusammen. Gemeinsam wurde geschrieben, experimentiert und einander inspiriert. Wie das funktionierte und wie das für LAVENDER, Yosho, Sadi und Fanny aussah, zeigen wir in dieser Videoreportage.

Unsere Lieblingssongs in dieser Woche

Bleiben wir beim Feiern von guter Musik und blicken auf die Neuveröffentlichungen, die uns besonders kickten. Yosho blickt im nur vordergründig fröhlich klingenden „Sieht er das“ besorgt auf den Lauf der Zeit und fragt völlig zurecht: „Was ist Gott los, hat er noch Hoffnung?“ Sphärischen Indiepop mit wehmütigen Texten gibt es von amelie, die in „alte Gedanken“ganz wundervoll zwischen Hauchen und Singen changiert. Sehr gefreut haben wir uns auf neue Song der All-Star-Wienerinnen von My Ugly Clementine, die mit „You Won“ eine 90er-inspirierte Gitarrennummer veröffentlichen, die schon jetzt die Vorfreude auf ein drittes Album kitzelt. Wa22ermann punktet bei uns ja eh immer, aber mit „Hass auf den letzten Blick“ hat sie sich mal wieder selbst übertroffen. Sam Fenders Deluxe-Version seines Album „People Watching“ hatte dann auch noch ein paar schöne Überraschungen parat. Zum Beispiel das reduzierte „Fortuna’s Wheel“, das mal ganz ohne die große Springsteen-Pathos-Keule auskommt, die der Brite sonst so gerne und so überzeugend schwingt. 

Was wir sonst noch so hören und empfehlen, findet ihr in dieser Playlist.

Album der Woche: viko63 & penglord – Aquarium

Manchmal möchte man doch einfach nur ein Goldfisch sein. Den ganzen Weltschmerz mal kurz vergessen, ein paar bunte Flocken naschen und mit seinen Homies im warmen „Aquarium” chillen. Viko63 und Penglord haben vergangenen Freitag nach zwei Jahren Durststrecke eben jenes für uns befüllt und legen damit ein Album vor, welches man tadellos als Traum-Comeback betiteln kann.

Short der Woche: Filow trägt bei der 1LIVE Krone Heelys auf dem Roten Teppich

@diffusmagazin

@Filow trägt Heelys auf dem roten Teppich 👏🏻 #filow #heelys #redcarpet

♬ Originalton – DIFFUS
Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: SSIO

Außerdem im Heft: Interviews mit badmómzjay, t-low, Magda, Paula Engels, fcukers, Betterov uvm. Außerdem große Reportagen über Kneipenkultur, Queer Rage und Essays!